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Krippenbetrieb soll Anfang September starten

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Voll im Gange sind die Umbaumaßnahmen für die neue Kinderkrippe: Bürgermeisterin Maria Fährmann – hier mit Zimmerer Andreas Melf – bei einer Besichtigung.
Voll im Gange sind die Umbaumaßnahmen für die neue Kinderkrippe: Bürgermeisterin Maria Fährmann – hier mit Zimmerer Andreas Melf – bei einer Besichtigung.

Auf Hochtouren liefen in den vergangenen Wochen die Umbauarbeiten im Reichersbeurer Kindergarten. Denn schon zum Monatswechsel soll alles fertig sein, damit die dort integrierte neue Kinderkrippe in Betrieb gehen kann.

Wie Reichersbeuerns Bürgermeisterin Maria Fährmann vor Ort informierte, liegen Anmeldungen für zwölf Kinder – das jüngste ist ein Jahr alt – vor. Beim Gang durch das gemeindliche Gebäude zeigte Fährmann auf, welche Umbaumaßnahmen mit der Errichtung der Krippe einhergingen. Um den erforderlichen Platz zu schaffen, wurde ein Gruppenraum im Erdgeschoss samt Ruhezimmer, Sanitäranlagen und Flur – alles in allem misst dieser separate Bereich über 100 Quadratmeter – entsprechend für die Krippenkinder umgestaltet. Im Gegenzug darf eine Kindergarten-Gruppe schon bald ihr neues Domizil im Obergeschoss beziehen. Dort musste aus feuerschutztechnischen Gründen eine Außentreppe angebracht werden. Die Leitung der Kinderkrippe obliegt Brigitte Melf. Ihr zur Seite steht Pflegerin Gabi Baumann. „Ich freue mich, dass wir über ein erfahrenes Fachpersonal verfügen“, hob die Bürgermeisterin hervor. „Anfang September wollen wir mit dem Krippenbetrieb starten“, verkündete Fährmann bei der jüngsten Gemeinderatssitzung und lobte das zügige und umsichtige Arbeiten der Handwerker: „Ein dickes Lob an alle.“ Die Rathauschefin musste aber auch mit der Hiobsbotschaft aufwarten, dass sich die Umbaukosten statt der geplanten 30.000 Euro auf nunmehr 50.000 Euro belaufen. Der Grund: Bei der Kalkulation waren vom beauftragten Planer einige Posten übersehen worden, was letztendlich die nicht gerade unerhebliche Kostenmehrung ausmachte. Wie berichtet, hat die Regierung von Oberbayern zwar schon eine Förderung in Höhe von 26.200 Euro zugesagt, die Gemeinde will aber nun versuchen, über einen Nachtrag zum Zuschuss-Antrag in den Genuss weiterer finanzieller Unterstützung zu kommen. Am Sitzungsabend erließ der Reichersbeurer Rat eine Kinderkrippen- sowie Gebührensatzung. Aus Letzterer geht hervor, dass für Kinder unter drei Jahren bei einer durchschnittlichen Buchungszeit von täglich drei bis vier Stunden eine monatliche Gebühr von 200 Euro anfällt. Je nach Länge der Buchung steigert sich der Betrag auf bis zu 264 Euro. Dazu kommt ein monatliches Spiel- und Getränkegeld von insgesamt fünf Euro. Wünschen die Eltern ein warmes Mittagessen für ihre Sprösslinge, so kann dies extra gebucht werden. Wie in der Krippensatzung festgelegt, beträgt die Mindestbuchungszeit 15 Stunden wöchentlich, drei Stunden täglich. An mindestens drei Tagen pro Woche müssen die Kinder anwesend sein. Was die Länge der Mindestbuchungszeit angeht, so wurde in der Ratssitzung erwogen, sich nach dem ersten Betriebsjahr der Krippe erneut mit der Thematik auseinanderzusetzen. Über die Aufnahme der Kinder entscheidet die Gemeinde im Einvernehmen mit der Krippenleitung. Kinder aus Reichersbeuern haben gegenüber Auswärtigen Vorrang. In der Satzung geregelt ist unter anderem auch, dass Kinder, die erkrankt sind, während der Dauer ihrer Erkrankung die Krippe nicht besuchen dürfen. Auch ist Personen, die an einer ansteckenden Krankheit leiden, der Zutritt zu den Räumen der Kinderkrippe nicht erlaubt. Finanziell gesehen ist die neue Einrichtung eine gewaltige Belastung für die Gemeinde. Dies belegt allein schon die Tatsache, dass sich der ungedeckte Bedarf bei rund 63.000 Euro bewegt. Im Klartext: Die Kommune muss im Jahr pro Kind gut 5.000 Euro zuschießen.

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