25 Krippenplätze fehlen

Die Nachfrage an Krippenplätze in Wolfratshausen steigt stetig. Wie Bürgermeister Helmut Forster jüngst im Ausschuss für Kultur, Jugend, Sport und Soziales erklärte, habe die Stadt in den vergangenen Jahren genügend Kindergartenplätze geschaffen.

Aber bei den Krippenplätzen könnte es in nächster Zeit seinen Worten zufolge richtig eng werden. Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren sei laut Forster „stark gestiegen“. Im Rathaus ist man sich einig, dass das immer knapper werdende Angebot mit dem enormen Zuzug zusammenhängt. Das Stadtoberhaupt denkt dabei vor allem an die Birkenstraße, wo viele jungen Familien hinzu gekommen seien. Momentan sei die Stadt noch in der Lage, allen Kindern, die im September 18 Monate alt sind, einen Platz anzubieten. Längerfristig „haben wir aber einen enormen Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder zwischen zwölf und 18 Monaten“, prophezeite Forster in der Sitzung. Die Tatsache, dass in vielen Familien immer öfters beide Elternteile verdienen müssten, machte Forster als einen Grund für die hohe Nachfrage aus. Außerdem würde das Erziehungsgeld nur noch zwölf Monate lang überwiesen. Im September könnten es in Wolfratshausen rund 25 Plätze sein, die für die Unterbringung von Kindern zwischen zwölf und 18 Monaten dann fehlen werden. Besonderes Problem: Heute haben Eltern keinen Anspruch auf einen Krippenplatz für ihren Nachwuchs. Den haben sie erst ab dem Jahr 2013. Wie Forster schilderte, überlege man aber derzeit im Wolfratshauser Rathaus eine weitere Krippengruppe zu eröffnen. Dafür bekäme die Staat sogar eine Förderung bis zu 80 Prozent.

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