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Kulturausschuss Wolfratshausen lässt verschiedene Instandhaltungen ermitteln

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Von: Peter Herrmann

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Konzert im Bergwald
Gut besuchte Bergwald-Konzerte, wie der Auftritt von Andreas Martin Hofmeir (l. hinten) im Jahr 2018, sind derzeit nicht möglich. © Peter Herrmann

Wolfratshausen – Die in diesem Jahr festgestellten Mängel ließen vor Kurzem noch einen Abriss der Bergwaldbühne befürchten. Nun sollen die Kosten zur Instandhaltung eingeholt werden.

Die Mitglieder des Kulturausschusses plädierten für einen Erhalt des Veranstaltungsortes und beauftragten Bürgermeister Klaus Heilinglechner einstimmig damit, einen Sachverständigen mit Ermittlung der Kosten für verschiedene Varianten einer Sanierung einzuschalten.

Dabei soll besonders die Wahrung des Bestandsschutzes berücksichtigt werden. „Nach Rücksprache mit der Unteren Bauaufsichtsbehörde kann von der bestehenden Baugenehmigung nur noch dann Gebrauch gemacht werden, wenn lediglich Ausbesserungsarbeiten an der Bühne vorgenommen werden“, gab Dritte Bürgermeisterin und Sitzungsleiterin Annette Heinloth zu bedenken. Bei einer grundlegenden Sanierung wäre ein neuer Bauantrag zu stellen. Die bereits 2018 erstellte und nun aktualisierte Mängelliste ist lang.

So gibt es im Bergwald beispielsweise keine öffentlichen Toiletten, sodass die Stadtwerke bei den bisherigen Veranstaltungen Dixi-Klos aufstellten. Zudem musste ein Notstromaggregat für die Technik und ein Technikturm aufgebaut werden. Für Künstler steht nur ein Pagodenzelt auf der Bühne, aber keine Garderobe zur Verfügung. Schließlich bestehen bei plötzlichen auftretenden Gewittern Risiken für die Besucher. Bei kurzfristigen Absagen mussten Ausweichmöglichkeiten wie beispielsweise das Foyer der Loisachhalle freigehalten werden.

Trotz dieser Probleme lehnten alle Gremiumsmitglieder einen Rückbau ab. „Wir sind für den Erhalt der Bergwaldbühne, wenn es finanziell stemmbar ist“, sprach Manfred Fleischer für die Wolfratshauser Liste. Sein Finanzierungsvorschlag: Der Stadtrat soll in seiner Dienstagssitzung den Beschluss zur Verschiebung des Marienbrunnens aufheben.

Bergwaldbühne Wolfratshausen soll als Alleinstellungsmerkmal erhalten bleiben

Die dadurch eingesparte Summe in Höhe von etwa 200.000 Euro könnte dann in die Renovierung der Bergwaldbühne investiert werden. Ulrike Krischke (Bürgervereinigung Wolfratshausen) nannte die Naturbühne eine „einzigartige Spielstätte“. Vor einer endgültigen Entscheidung sei jedoch eine Schätzung der Baukosten notwendig. Jugendreferentin Jennifer Layton (Grüne) befürwortete ebenfalls den Erhalt eines „Alleinstellungsmerkmals, um das uns alle beneiden“.

Patrick Lechner von der SPD-FDP-Fraktion empfahl neben einer Sanierung auch Instandhaltungsmaßnahmen. „Sonst stehen wir in zehn Jahren vor demselben Problem“, warnte er. Renate Tilke (CSU) erinnerte an die derzeit sehr begrenzten Haushaltmittel. „Mehr als 20.000 Euro sollte die Kostenprüfung nicht betragen“, wünscht sie sich. Welche Gesamtsumme für die Ertüchtigung der Freiluftarena tatsächlich in die Hand genommen werden muss, ist jedoch vor dem Gutachten des Sachverständigen nicht abzusehen. Eine Kostenexplosion würde zweifelsohne das Ende der Bergwaldbühne bedeuten.

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