Bürgermeisterin Irmer zieht im Stadtrat Bilanz zur Veranstaltungsreihe

Kulturherbst schreibt sattes Defizit

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Gut besucht waren die Veranstaltungen beim Geretsrieder Kulturherbst, wie etwa das Stück "Aufstand". Dennoch waren die Ausgaben für die Veranstaltungsreihe höher als die Einnahmen.

Geretsried – Um eines vorweg zu nehmen, Geretsried hat in Sachen „Kulturherbst“ gute Arbeit geleistet. Die Veranstaltungen waren gut besucht und der Ablauf verlief reibungslos. Einziger Wermutstropfen: Die Bilanz der Veranstaltungsreihe weist ein Defizit von etwa 82.000 Euro auf.

Anfänglich plante die Geretsrieder Verwaltung 50.000 Euro ein. Später wurde das Budget auf 176.000 Euro hochgeschraubt. In der Endabrechnung stehen nun Einnahmen in Höhe von 128.000 Euro Ausgaben von 210.000 Euro gegenüber. „Das Defizit ist geringer als befürchtet“, sagte Bürgermeisterin Cornelia Irmer (parteifrei) im Stadtrat. Doch sie verteidigte das Vorgehen. Irgendwann sei ein Zeitpunkt erreicht gewesen, „bei dem man nicht mehr zurück kann und die Sache durchziehen muss“. Teils tauchten kurzfristige Probleme auf, wie etwa, dass der Bestuhlungsplan nicht mehr genehmigt worden sei. Dennoch: „Es war ein Riesenerfolg für die Stadt – und das weit über die Stadtgrenzen hinaus.“ Kulturreferent Hans Ketelhut (CSU) sah das genauso. Einzige Ausnahme: „Das Verhalten mancher Beamter vom Landratsamt.“ Die Berechtigung dieser „Dimpfelhupfer“ müsste seiner Meinung nach hinterfragt werden. Großen Respekt zollte er Bürgermeisterin Irmer für ihr Engagement. Denn sie habe sich „mit ihrer Unterschrift und persönlich haftend hinter das Projekt“ gestellt. Ketelhuts Vorschlag: Der Kulturherbst sollte nun alle zwei Jahre stattfinden. Dem pflichtete auch Volker Reeh (CSU) bei: „Es war ein Kraftakt.“ Das Defizit sei absehbar gewesen. „Kultur ist ein Stück Lebensgefühl für Geretsried.“ Auch SPD-Fraktionssprecher Hans Hopfner lobte den Kulturherbst in den höchsten Tönen. „Über das Defizit müssen wir uns nun mit dem Erfolg hinwegtrösten.“ Dritter Bürgermeister Robert Lug (FW) schlug vor, für den Kulturherbst 2014 Geld im Haushalt einzustellen. Und Irmer riet dem Gremium, zeitnah zu planen, ein Konzept zu erarbeiten und die Künstler anzuschreiben. Ralf Fastner

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