Unvergessener Freiheitskämpfer

Kulturverein Isar-Loisach erinnert an Mahatma Gandhi

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Lobten die Zivilcourage von Mahatma Gandhi: KIL-Vorsitzende Assunta Tammelleo (l.) und Amtsgericht-Direktorin Andrea Titz.

Wolfratshausen – Vor 150 Jahren wurde Mahatma Gandhi geboren. Das Wirken des indischen Rechtsanwalts und Politikers verfilmte Richard Attenborough 1982 in einem mehrfach Oscar-prämierten Kino-Erfolg. Nun zeigte der Kulturverein Isar-Loisach (KIL) das Werk an einem ungewöhnlichen Ort – im großen Sitzungssaal des Amtsgerichtes.

Vor der Vorführung erklärten Amtsgericht-Direktorin Andrea Titz und KIL-Vorsitzende Assunta Tammelleo, warum politisches Engagement und Zivilcourage auch im Deutschland des 21. Jahrhunderts wichtig sind. „Die Gewaltfreiheit scheint als politische Handlungsanweisung wohl schon länger vollständig aus der Mode gekommen zu sein; landauf, landab wird immer mehr militärisch aufgerüstet“, stellt Tammelleo fest. Grund genug für die KIL-Vorsitzende, mit einer Filmvorführung an das Wirken von Mohandas „Mahatma“ Gandhi zu erinnern. Der indische Rechtsanwalt kämpfte mit von ihm entwickelten Methoden des gewaltfreien Widerstands und des zivilen Ungehorsams zunächst gegen die Unterdrückung seiner Landsleute im Apartheid-Staat Südafrika.

Später trug er maßgeblich dazu bei, dass die britischen Kolonialherrscher 1947 seine indische Heimat in die Unabhängigkeit entließen. Amtsgericht-Direktorin Andrea Titz stellte dem Kulturverein Isar-Loisach gerne den großen Sitzungssaal für einen dreistündigen Filmabend zur Verfügung. „Wir wollen die Verbundenheit des Gerichts mit dem Stadtleben und der Region zum Ausdruck bringen“, betonte Titz. Sie verwies darauf, dass regionale Künstler regelmäßig in vierteljährlich wechselnder Folge ihre Bilder im Foyer ausstellen können. Warum nun gerade das Amtsgericht einen Film über einen indischen Widerstandskämpfer, der vor 71 Jahren ermordet wurde, zeigt? „Trotz der langen Zeit, die seit seinem Wirken vergangen ist, trotz der großen kulturellen und räumlichen Entfernung zwischen seiner und unserer Heimat, ist Gandhi als glühender friedlicher Kämpfer für Recht und Gerechtigkeit nach wie vor auch im 21. Jahrhundert und auch in Deutschland hochaktuell“, erklärte die Amtsgericht-Direktorin.

Die Filmvorführung wurde vom Bund für Geistesfreiheit (bfg), der Giordano-Bruno-Stiftung und einem weiteren Spender finanziell ermöglicht. Die Aktiven des Kulturvereins servierten dazu kühle Getränke und Snacks. Der Einladung ins Amtsgericht folgten rund 30 Besucher, unter ihnen auch Bürgermeisterkandidatin Annette Heinloth (Grüne) und Stadtrat Dr. Hans Schmidt. Peter Herrmann

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