Obacht: brütende Vögel

Herzensangelegenheit in der Region: Schutz der Isar und Vögel

Dr. Norbert Schäffer (Vorsitzende des LBV), Michael Schödl (LBV-Gebietsbetreuer Obere Isar und Karwendel), Birgit Weis, (LBV Gebietsbetreuerin Loisach-Kochelsee-Moore und Isar) sowie Fabian Unger vom Landesbund für Vogelschutz.
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Vor Ort an der Isar: (v.l.) Dr. Norbert Schäffer (Vorsitzende des LBV), Michael Schödl (LBV-Gebietsbetreuer Obere Isar und Karwendel), Birgit Weis, (LBV Gebietsbetreuerin Loisach-Kochelsee-Moore und Isar) sowie Fabian Unger vom Landesbund für Vogelschutz.
  • Daniel Wegscheider
    VonDaniel Wegscheider
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Landkreis – „Der Schutz der Isar ist dem Landesbund für Vogelschutz eine Herzensangelegenheit“, schreibt Landesvorsitzender Dr. Norbert Schäffer in der neuen Auenbroschüre.

Diese hat der LBV für 14 bayerische Gebietsbetreuer, die in Auen Schwerpunkte haben, herausgegeben: von der Rhön bis zum Karwendel.

Zwei der Gebietsbetreuer sind Michael Schödl und Birgit Weis. Sie sind langjährig an der Isar tätig und ihre Stellen wurden unter Trägerschaft des LBV und unter Förderung durch den Bayerischen Naturschutzfonds nun bis April 2024 verlängert. Weis ist ab jetzt schwerpunktmäßig in den Loisach-Kochelsee-Mooren für das Thema Besucherlenkung zuständig. Die Broschüre ist über die Gebietsbetreuung erhältlich.

Schäffer verschaffte sich jüngst ein Bild von der Isar. Erst vor kurzem hat der LBV zusammen mit Naturschutz-, Umweltorganisationen und Vereinen ein Forderungspapier zur Neukonzessionierung des Walchenseekrafts-Werkssystemes der Öffentlichkeit vorgestellt. Fabian Unger hat die Erarbeitung dieses Papiers in den vergangenen beiden Jahren verbandsübergreifend koordiniert. Deshalb besichtigte man gemeinsam den Knackpunkt der letzten Wildflusslandschaft: das Krüner Wehr (Kreis Garmisch-Partenkirchen). Dessen Bewirtschaftung wirke sich entscheidend auf die Wildflusstrecke mit weitgehend vollständigem Arteninventar und den Hochwasserschutz aus, so Weis.

Nachdem das Genehmigungsverfahren bis 2030 andauern kann, ist Unger derzeit in die Vorbereitung eines Artenhilfsprogramms für Kiesbrüter, wie Flussuferläufer, Flussregenpfeifer, eingebunden. Den Bürgern des Isartals sind die gelben Schilder schon länger bekannt. Sie weisen auf die Brutbereiche der Kiesbrüter hin, die durch das Schild zeitweise behördlich gesperrt sind. Die Beschilderung werde von den Tiroler Achen bis zur Iller verwendet und soll nun auf ganz Bayern ausgeweitet werden.

Der LBV bittet auf die beschilderten Bereiche Rücksicht zu nehmen, denn die ersten Kiesbrüter seien bereits aus dem Winterquartier in Afrika angekommen, erklärt Weis. Es bleibe noch genug Platz da, den Fluss zu erleben. Jedoch erkenne der Laie oftmals nicht, wo die Vögel brüten. Deshalb die Kennzeichnung.

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