Dino kämpft gegen Angst

Präventionsarbeit: Kindern Vorurteile gegenüber der Polizei nehmen

Neue Freunde: (v.l.) Tölzer Polizei Chef Johannes Kufner, Maxime mit dem roten Dino sowie Jan Pfeil, Penzberger Polizeileiter.
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Neue Freunde: (v.l.) Tölzer Polizei Chef Johannes Kufner, Maxime mit dem roten Dino sowie Jan Pfeil, Penzberger Polizeileiter.
  • Franca Winkler
    vonFranca Winkler
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Region – Die Polizei setzt auf Präventionsarbeit, um Kindern die Angst vor ihnen zu nehmen Die dreieinhalbjährige Maxime staunte nicht schlecht, als sie jüngst von der Tölzer und Penzberger Polizei einen roten Plüsch-Dinosaurier geschenkt bekommen hat.

In einem Gespräch mit den Eltern hat Inspektionsleiter Jan Pfeil der Polizei Penzberg erfahren, dass das Mädchen urplötzlich Angst vor der Polizei hatte. Die Kleine erzählte ihren Eltern nämlich, dass ihr jemand gesagt hatte, dass sie von der Polizei abgeholt und eingesperrt werde, wenn sie ihren Teller nicht leer essen würde.

Laut Tamara Hof, Polizeihauptmeisterin des Präsidiums Oberbayern Süd haben viele Polizisten im Laufe ihrer Dienstzeit erlebt, wie Eltern beim Anblick der uniformierten Kollegen zu ihrem Kind gesagt haben „Schau, da ist die Polizei. Die kommt wenn du nicht brav bist.“ Hof berichtet weiter: „Das versuchen wir, soweit es unser Einsatz ermöglicht, immer vor Ort positiv für das Kind aufzulösen.“ Eine Ehrensache, dass Penzber­ger Polizeichef Pfeil gleich mit seinem Bad Tölzer Kollegen Johannes Kufner ein Treffen mit der kleinen Maxime arrangierten.

Das Mädchen durfte sich in Begleitung ihrer Eltern in aller Ruhe das Polizeiauto anschauen und „zufällig“ fand sie im Kofferraum des Streifenwagens einen kleinen roten Dino. Dass Maxime sich den schon lange gewünscht hat, hatten die Polizisten vorher in Erfahrung gebracht. Die Kleine war so begeistert, dass sie alle Angst und Scheu vor der Polizei verlor und sogar noch eine Runde im Polizeiauto drehen wollte. Hauptmeisterin Hof betont: „Es ist wichtig, dass Kinder keine Angst vor der Polizei haben. Sie sollen sich vertrauensvoll an uns wenden, wenn sie Hilfe benötigen.“ fra

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