Unterstützung für Kurorte

Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen: Staatliche Förderung für Kommunen

Kurstadt Bad Tölz: Blick vom Kalvarienberg
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Auch die Kurstadt Bad Tölz hat unter den Lockdowns finanzielle Einbußen erlitten.
  • Daniel Wegscheider
    vonDaniel Wegscheider
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Landkreis – Von der aktuellen Förderung für Kur- und Fremdenverkehrsorte aus dem kommunalen Finanzausgleich des Freistaates Bayern, erhalten auch fünf Kurorte aus dem Tölzer Landkreis eine Fördersumme.

Als „ermutigendes Signal“ bezeichnet der CSU-Stimmkreisabgeordnete Martin Bachhuber für die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen/Garmisch-Partenkirchen die aktuelle Förderung für Kur- und Fremdenverkehrsorte aus dem kommunalen Finanzausgleich des Freistaates Bayern. Aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen erhalten hiervon fünf Kommunen eine Fördersumme von insgesamt rund 114.000 Euro.

Auf einmalige Hilfe verständigt

Vor dem Hintergrund, dass auch die bayerischen Tourismusgemeinden von den Folgen der Corona-Maßnahmen stark getroffen wurden und Rückgänge bei Kurbeiträgen, Kurtaxen und Fremdenverkehrsbeiträgen zu verzeichnen haben, hatte sich die Staatsregierung mit den kommunalen Spitzenverbänden auf diese einmalige Hilfe verständigt. „Damit wird deutlich, dass wir die Kur- und Fremdenverkehrsorte in dieser schwierigen Zeit nicht vergessen haben“, berichtet Bachhuber aus Bad Heillbrunn.

Löwenanteil geht an Isarkurstadt

Mit 91.230 Euro geht der Löwenanteil der staatlichen Hilfen an die Isarkurstadt Bad Tölz. Weitere Fördermittel erhalten Bad Heilbrunn (4.800 Euro), Benediktbeuern (8.350 Euro), Kochel am See (8.440 Euro) sowie Schlehdorf mit 1.400 Euro.

Wie Bachhuber weiter in seiner Pressemitteilung informiert, „ist der Schwerpunkt auf Wunsch der kommunalen Spitzenverbände auf die Kurorte gelegt worden, da sich bei den Kurbeiträgen und Kurtaxen die Auswirkungen durch das Fernbleiben der Übernachtungsgäste unmittelbar und sofort niedergeschlagen hat“.

IHK-Umfrage - Wirtschaft erholt sich leicht

Die Stimmung der Wirtschaft im Oberland hat sich trotz Dauer-Lockdown etwas erholt: Laut der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK für München und Oberbayern für die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen steigt der IHK-Konjunkturindex von 94 Punkten zu Jahresbeginn auf 105 Punkte. Damit liegt er jedoch weiterhin deutlich unter dem aktuellen Wert für Bayern (114 Punkte).

„Hauptgrund dafür dürfte für die Region prägende Tourismuswirtschaft sein, die wegen der fortdauernden Pandemiebeschränkungen nur mühsam in die Gänge kommt“, berichtet IHK-Sprecherin Almut Burkhardt. Trotz Lockdown seien die Unternehmen im Oberland mit ihrer aktuellen Lage jedoch wieder zufriedener: 41 Prozent bezeichnen ihre Lage als „gut“, 34 Prozent als „schlecht. Vorsichtig optimistisch blicken die Betriebe auf die kommenden Monate: Grund könnte die fehlende Planbarkeit möglicher Öffnungsschritte für die Lockdown-Branchen sein.

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