„Bürger brauchen eine klare Zukunft“

Landkreis-Raiffeisenbanken ziehen Bilanz: Trotz Konjunktur bleiben Bankfachkräfte aus

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Die regionalen Raiffeisenbanken stellten beim Jahresgespräch ihre Bilanz vor (v.l.): Stefan Bosch (Raiffeisenbank Isar-Loisachtal), Manfred Klaar (Raiffeisenbank im Oberland), Christian Glasauer (Kreisverband), Manfred Gasteiger (Vorsitzender Kreisverband), Uwe Massong (Kreisverband), Mario Bäsler (Raiffeisenbank Beuerberg), Wilfried Gerling Vors. Münchner Bank) und Hansjörg Hegele (Raiffeisenbank im Oberland)

Landkreis – Die Genossenschaftsbanken trotz einer unruhigen politischen weltweiten Lage positive Zahlen: Auch die Landkreis-Raiffeisenbanken konnten für das abgelaufene Geschäftsjahr eine positive Bilanz ziehen.

Beim jüngsten Jahresgespräch betonte Manfred Gasteiger, Vorsitzender des Kreisverbands, wie wichtig „Regionalität und Digitalisierung“ in der heutigen Zeit sind. Insbesondere der hiesige „Mittelstand, das Handwerk und die Landwirtschaft sind die Stützpfeiler im Landkreis“. Gasteiger appellierte daher an die Politik, diese von „bürokratischen Lasten zu befreien“.

Seit der Gründung der Genossenschaftsbanken vor 200 Jahren stehen diese für „das Wohl aller, nicht für den Profit einzelner“, erklärte Gasteiger beim Pressegespräch. Heute sei dieser Leitsatz wieder aktueller den je. Gerade in Bereichen der Landwirtschaft im globalen Wettbewerb sowie bei Wohnraum und Plätzen in Kindertagesstätteneinrichtungen und der Seniorenpflege. Wirtschaftlich gesehen erlebe Deutschland seit 2013 einen Aufschwung, so Gasteiger. Dennoch: Trotz Konjunktur stehe die Europäische Union (EU) derzeit vor einer Zerreißprobe. Verantwortlich seien dafür etwa der Brexit oder nationalistische Bewegungen, die „vielen Bürgern den Mehrwert der EU nicht mehr erkennen lassen. Aber die EU ist wichtig. Und reden ist wichtig“, betonte Gasteiger.

Auch der ländliche Raum stehe vor Herausforderungen: Abwanderung, demografischer Wandel, Ärzte-Mangel und der Breitbandausbau seien aktuelle Herausforderungen für den Landkreis. Insbesondere in diesen „unsicheren Zeiten suchen die Menschen Beständigkeit und eine klare Zukunft“, sagte Gasteiger. Die Kunden der Raiffeisenbanken erwarten einen „ruhigen Hafen“. In der Region schenken dieses Vertrauen den Raiffeisenbanken 28.500 Mitglieder sowie 78.000 Bank-Kunden. Die Bilanzsumme habe sich um auf 2,1 Milliarden Euro erhöht, beim Kreditgeschäft auf 1,6 Milliarden Euro. Ein Wermutstropfen ist der Fachkräftemangel im Bankwesen: Der Nachwuchs sei rückläufig, so Uwe Massong (Raiffeisenbank Isar-Loisachtal). „Früher gab es 100 Bewerber um eine Ausbildungsstelle als Bankkaufmann, heute sind es vielleicht zehn“. Daniel Wegscheider

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