Online-Busse

Landkreis rüstet Gefährte des MVV und RVO mit Internet-Hotspots aus

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Präsentierten die Internet-Hotspots in den ÖPNV-Bussen: (v.l.) Matthias Schmid (Fachbereichsleiter ÖPNV im Landratsamt), Jörg Konrad (Leiter Marketing DB Regio Bus), Andreas Päschel (Niederlassungsleiter RVO), Landrat Josef Niedermaier und Stefan Kühn (Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Bus).

Landkreis – Fahren und surfen – das geht gleichzeitig. In allen Bussen des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) ist es im Landkreis nun möglich, sich kostenfrei in ein öffentliches WLAN einzuwählen, und das eigene Datenvolumen nicht zu belasten. Das bedeutet Internetsurfen zum Nulltarif, während man entspannt zu seinem Ziel gefahren wird.

Die Initiative „BayernWLAN“ der Bayerischen Staatsregierung sieht vor, bis zum Jahr 2020 an die 40.000 Hotspots bayernweit zu installieren. Dazu zählt auch der ÖPNV, der pro Landkreis mit 40.000 Euro bezuschusst wird. Der Landkreis hat diese Chance ergriffen und alle Busse des RVO und MVV mit der WLAN-Technik ausgestattet. Beim Pressetermin im Landratsamt wurde das Projekt nun vorgestellt.

Als Netzbetreiber im BayernWLAN fungiert dabei der Mobilfunkanbieter Vodafone. „Die Übertragungsrate beträgt 50 Megabit pro Sekunde“, erklärt Matthias Schmid, Fachbereichsleiter ÖPNV im Landratsamt. Das bedeute aber auch, dass das WLAN nur funktioniere, solange auch eine mobiles Netz erreichbar sei, sagte Josef Niedermaier. Zudem würde laut Landrat das Projekt, das erst einmal auf zwei Jahre veranschlagt ist, auch darüber hinaus bestand haben: „Ich denke, dass das für die Zukunft Standard ist und dieses Projekt fortgeführt wird.“ Auch für Stefan Kühn von „DB Regio Bus“ ist das öffentlich zugängliche WLAN für die Zukunft unumgänglich: „Man wird das brauchen.“ Die Nachbarn in Österreich seien da schon einen Schritt voraus, so Kühn weiter. „Da kann man sich von öffentlichem Hotspot zu öffentlichen Hotspot fast störungsfrei bewegen.“ Und dass das kostenfreie WLAN schon Wirkung gezeigt habe, kann Kühn berichten: „Seit es WLAN in unseren Bussen gibt, ist es vor allem im Bereich Schülertransport deutlich ruhiger geworden.“

Insgesamt belaufen sich die Kosten für das freie WLAN auf 141.500 Euro. Davon fallen 90.000 Euro auf den Landkreis und 11.500 Euro trägt der RVO, der sich bereit erklärt hat, einen Anteil der Kosten zu übernehmen. Die Restsumme wird durch die Förderung des Freistaates gedeckt. Arndt Pröhl

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