Ziel im Oberland: Energiewende bis 2035

Landkreise halten an ihrem Klimaschutzziel für die Region fest – Beratungsangebote ab Sommer

Landräte und Kreisvorsitzende des Bayerischen Gemeindetags
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Treffen im Sitzungssaal des Tölzer Landratsamts: die Landräte und Kreisvorsitzende des Bayerischen Gemeindetags aus den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach sowie Weilheim-Schongau.
  • Daniel Wegscheider
    vonDaniel Wegscheider
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Landkreis – Die Bürgerstiftung Energiewende Oberland (EWO) hält auch nach und während der Corona-Krise an ihren Zielen und Plänen fest.

„Klimaschutz und Energiewende werden auch nach Corona Mega-Themen für unsere Region sein und bleiben“, betonte Landrat Josef Niedermaier jüngst bei seiner Eröffnungsrede im Tölzer Landratsamt. Seit der Gründung der Bürgerstiftung Energiewende Oberland (EWO) im Jahr 2005 habe sich der Anteil der erneuerbaren Energien in den Bereichen Strom und Wärme kontinuierlich erhöht und Beratungsangebote für Bürger, Kommunen und Unternehmen „konnten bis heute auf alle vier Landkreise des Oberlands erfolgreich ausgeweitet werden“, ergänzte EWO-Vorstandsvorsitzender Stefan Drexlmeier. Dennoch sei auch durch Forschungsprojekte belegt, dass unter aktuellen Rahmenbedingungen das Ziel 100 Prozent erneuerbare Energie bis zum Jahr 2035 noch in weiter Ferne liege.

Potenzial für Energiewende vorhanden

Das Potenzial für die Energiewende im Oberland ist dennoch vorhanden und so zeigen die vom Bund beschlossene CO2-Steuer und Fördermittel für Energieeinsparung und Erneuerbare aktuell Wirkung: Anfragen besonders durch Hauseigentümer und Kommunen würden seit einigen Jahren immens zunehmen, berichtete Drexlmeier weiter. „Über 240 Beratungssuchende haben sich aktuell für einen Energiecheck im Oberland angemeldet und warten auf Unterstützung beim Umstieg von fossilen Energieträgern zu nachhaltigen Lösungen.“

Energiewende-Ziel steht fest

„Wir halten als Landkreis an dem Energiewende-Ziel 2035 fest, und wissen auch die Unterstützung der Energiewende Oberland sehr zu schätzen“, betonte indes die Landrätin Andrea Jochner-Weiß aus Weilheim-Schongau. Die gute Zusammenarbeit zwischen der gemeinnützigen Stiftung und dem Landkreis funktioniere reibungslos. Dem schloss sich Miesbachs Landrat Olaf von Löwis an, der seit 2005 als Privatperson Gründungsstifter der EWO ist: „Unsere Bürgerinnen und Bürger und Gemeinden brauchen beim Thema Klimaschutz und Energiewende kompetente Ansprechpartner für die konkrete Umsetzung vor Ort.“

Landrat Anton Speer (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) berichtete: „Im Jahr 2017 ist der Landkreis der Energiewende Oberland beigetreten und seitdem hat sich die Zusammenarbeit zwischen Klimaschutzmanagement, den Gemeinden im Landkreis und der Energiewende Oberland sehr gut entwickelt.

Die Vorstellung des Beratungs- und Informationsangebots der EWO für die kommenden Jahre soll dann im Sommer in den zuständigen Kreisgremien durch den Vorstand der Bürgerstiftung und des angegliederten Kompetenzzentrums erfolgen.

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