Eine moderne Alternative

Landräte Rzehak und Niedermaier drängen auf MVV-Beitritt / Start: „vermutlich 2022“

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Beim Arbeitstreffen berieten sich (v.r.) die Landräte Wolfgang Rzehak und Josef Niedermaier sowie MVV-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch und RVO-Niederlassungsleiter Andreas Päschel.

Miesbach/Landkreis – Miesbachs Landrat Wolfgang Rzehak und sein Tölzer Kollege Josef Niedermaier sind sich einig, dass der Beitritt beider Landkreise in den Verkehrsverbund MVV vorangetrieben werden soll. Bei einem Arbeitstreffen im Tölzer Landratsamt, an dem auch Verkehrsexperten der Ämter, MVV-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch und Vertreter des Busanbieters RVO teilnahmen, wurde bereits ein Zeitplan skizziert: Demnach soll der Beitritt des Landkreises Miesbach und des vollständigen Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen vermutlich 2022, spätestens aber Ende 2023 gelingen.

„Ein Beitritt des Landkreises Miesbach könnte die Verkehrs­probleme entschärfen“, betonte Landrat Rzehak. „Der öffentliche Personennahverkehr mit dem Bus und auf der Schiene muss endlich eine verlässliche moderne Alternative zum Autoverkehr sein.“ MVV-Geschäftsführer Rosenbusch warb nach dem Motto „ein Ticket, ein Netz, ein Fahrplan“ für die Vorteile einer Ausdehnung seines Verkehrsverbundes ins Oberland. Es ist angedacht, dass neun Landkreise – meist aus dem südlichen Bayern – sowie die kreisfreien Städte Landshut und Rosenheim dem Verbund beitreten. Um die Wirtschaftlichkeit der Verbunderweiterung zu prüfen, soll im ersten Schritt eine Grundlagenstudie durchgeführt werden. Teil dieser ist eine Erhebungsphase in den Jahren 2020/21. Dabei werden laut Plan die „vorhandenen verkehrlichen Verflechtungen“ analysiert, Tarife überprüft und einmalige und dauerhafte Kosten abgeschätzt. „Ab Mitte 2021 könnten dann konkrete Beitrittsverhandlungen geführt werden“, schätzt das Landratsamt. Große Einigkeit bestand darüber, dass der Busverkehr ausgeweitet werden müsse. Wichtig sind hierbei vor allem die Regionalbusse. Diese sollen zu Zubringern für die Schiene werden. Dazu muss aber eine bessere Abstimmung im Netz erfolgen. Weiter vorangetrieben werden soll auch der sogenannte Alpenbus, der eine wichtige Ost-West-Verbindung etablieren soll. „Um Alternativen zum Auto zu schaffen, solle sich der Freistaat Bayern stärker finanziell beteiligen“, betont das Landratsamt. Aber auch die Landkreise wollen ihren Anteil beitragen. she

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