Landrat Josef Niedermaier berichtet über den Status Quo des schneereichen Wintereinbruchs

Der K-Fall im Landkreis

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Dächer infrastrukturell wichtiger Gebäude müssen so schnell wie möglich vom Schnee befreit werden. Denn mit einsetzendem regen steigt das Gewicht und die Dachlast. Im Landratsamt sitzen die Mitglieder der Örtlichen Einsatzleitung zusammen: die Führungskräfte aller Rettungskräfte und der Bundeswehr koordinieren hier den Katastrophenfall.
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Dächer infrastrukturell wichtiger Gebäude müssen so schnell wie möglich vom Schnee befreit werden. Denn mit einsetzendem regen steigt das Gewicht und die Dachlast. Im Landratsamt sitzen die Mitglieder der Örtlichen Einsatzleitung zusammen: die Führungskräfte aller Rettungskräfte und der Bundeswehr koordinieren hier den Katastrophenfall.
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Dächer infrastrukturell wichtiger Gebäude müssen so schnell wie möglich vom Schnee befreit werden. Denn mit einsetzendem regen steigt das Gewicht und die Dachlast. Im Landratsamt sitzen die Mitglieder der Örtlichen Einsatzleitung zusammen: die Führungskräfte aller Rettungskräfte und der Bundeswehr koordinieren hier den Katastrophenfall.
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Dächer infrastrukturell wichtiger Gebäude müssen so schnell wie möglich vom Schnee befreit werden. Denn mit einsetzendem regen steigt das Gewicht und die Dachlast. Im Landratsamt sitzen die Mitglieder der Örtlichen Einsatzleitung zusammen: die Führungskräfte aller Rettungskräfte und der Bundeswehr koordinieren hier den Katastrophenfall.
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Dächer infrastrukturell wichtiger Gebäude müssen so schnell wie möglich vom Schnee befreit werden. Denn mit einsetzendem regen steigt das Gewicht und die Dachlast. Im Landratsamt sitzen die Mitglieder der Örtlichen Einsatzleitung zusammen: die Führungskräfte aller Rettungskräfte und der Bundeswehr koordinieren hier den Katastrophenfall.

Die Entscheidung fällt mit dem Stab des Katastrophenschutzes im Landratsamt, nachdem man sich intensiv beraten hatte und auch alle Städte und Gemeinden nach ihrer jeweiligen Situation gefragt worden waren. "Wir sind dadurch in der Lage, alle Einsätze besser zu koordinieren", betonte Landrat Josef Niedermaier. Denn: Nun sitzen sie alle an einem Tisch im Landratsamt. „Die Katastrophenschutzbehörde koordiniert nun die Einsätze der Rettungs- und Einsatzkräfte sowie weiterer Dienststellen und kann gegebenenfalls auch noch einmal zusätzliche Hilfe, etwa seitens der Bundeswehr, anfordern.“ 

Und genau das ist inzwischen auch geschehen. Noch über Nacht auf Freitag wurden die Einsatzstrukturen organisiert und aufgestellt. Das erleichterte die Koordinierung der insgesamt 390 Kräfte, die am Freitag im Einsatz waren: davon 240 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, 25 Kräfte des Technischen Hilfswerks, 50 Soldaten der Bundeswehr, 60 Einsatzkräfte der Bergwacht zur Absturzsicherung und 15 Sanitäter. Auch Polizisten der Bereitschaftspolizei wurden seitens des Innenministeriums angekündigt. Die Polizei schickte auch einen Hubschrauber, der mithilfe seiner Abwinde unterhalb der Rotoren Bäume an der Straße zwischen Jachenau und Lenggries vom Schnee befreite (Zum Video: https://www.facebook.com/DasGelbeBlattToelz/).

Landrat Niedermaier beschrieb die Lage schließlich so: „Bei solch einem Szenario braucht es eben einen, der ansagt.“ Und genau das geschehe nun von der Örtlichen Einsatzleitung am Landratsamt aus. Dort wurde inzwischen auch eine Prioritätenliste erarbeitet. So wird festgelegt, welche Dächer welcher Gebäude zuerst geräumt werden. Denn die Schneelast ist jetzt schon hoch, „mit dem Regen vom Wochenende werden es nochmals 60 bis 120 Kilogramm pro Quadratmeter mehr“, so Niedermaier. Nochmals machte er klar, dass die Feuerwehren keine privaten Gebäude freischaufelten, „dafür ist jeder selbst verantwortlich“. Wenn freilich das Leben mehrere Menschen akut in Gefahr sei, ändere sich diese Haltung womöglich. Eine Einschätzung nehme stets eine Kommission in den Gemeinden vor – mitsamt der jeweiligen Bürgermeister, der Feuerwehrkommandanten oder Kreisbrandinspektionsmitgliedern und einem Statiker. Danach werden Einsätze angeordnet und koordiniert.

Auch Turnhallen könnten deshalb nun vorsichtshalber geräumt werden. Zwar könne man die auch sperren, „doch womöglich brauchen wir diese Gebäude noch als Notunterkünfte“, so Stefan Kießkalt, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion. Deshalb habe man inzwischen auch die Wache der Geretsrieder Feuerwehr vom Schnee befreit. „Das sind infrastrukturell wichtige Gebäude“, so Kießkalt. Am Freitag wurden auch die Zufahrtsstraßen zu den und in den besonders betroffenen Gemeinden Icking, Jachenau, Fall (Gemeinde Lenggries), Dietramszell, Ortsteil Vorderriß (Gemeinde Lenggries) sowie in Geretsried mindestens einspurig frei geräumt. In den kommenden Tagen geht es nun darum, die Fahrbahnbreiten wieder herzustellen, betonte Martin Herda vom Staatlichen Bauamt Weilheim. Schneeräumer alleine reichen da nicht meehr aus, denn die Fahrbahnränder haben bereits zu hohe Wälle an Schnee, als das neue Schneemengen darüber hinaus geschleudert werden können. Schwere Fräsen seien deshalb nötig, drei Fahrzeuge seien bereits im Einsatz, ein viertes habe man aus Augsburg dazu leihen können, vier weitere kämen am Wochenende aus Würzburg. Und eine Fräse habe man angemietet. Dazu Landrat Niedermaier: „Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei bewältigen die Situation großartig.“

Mit Einsetzen der Dunkelheit enden übrigens sämtliche Arbeiten offiziell eingesetzter Einsatzkräfte auf den Dächern. „Wir brauchen nicht noch ein Unglück“, sagte Niedermaier mit Blick auf den tragischen Unfall in Vorderriß, wo ein Mitarbeiter des Winterdienstes nach einem schweren Unfall starb (siehe separater Bericht). „Schon morgen gehen die Arbeiten dann weiter. Wir müssen präventiv tätig werden.“ Denn wenn der Regen einsetze, steige das Gewicht des Schnees. „Und sonst können wir wieder von vorn anfangen“, so Niedermaier abschließend. tka

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Für Fragen und Hinweise hat das Landratsamt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich von 8 bis 20 Uhr unter Tel: 08041/793470 besetzt ist.

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