„Mangelverwaltung ist vorbei“

Landrat Josef Niedermaier stellt sich online Fragen der Bürgervereinigung

Landrat Josef Niedermaier
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Landrat Josef Niedermaier.
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Wolfratshausen – Im Rahmen der Online-Diskussionsrunde „#BVWOR aktiv“ diskutierte Landrat Josef Niedermaier jüngst mit Vertretern der Bürgervereinigung Wolfratshausen und der Freien Wähler aus Geretsried.

Wolfratshausen – Im Rahmen der Online-Diskussionsrunde „#BVWOR aktiv“ diskutierte Landrat Josef Niedermaier jüngst mit Vertretern der Bürgervereinigung Wolfratshausen und der Freien Wähler aus Geretsried. Im Fokus standen vor allem die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Trotz der immer noch hohen Inzidenzwerte gab sich Niedermaier zuversichtlich und belegte dies mit Zahlen. Demnach seien mittlerweile deutlich mehr Impfdosen vorhanden. „Die Zeit der Mangelverwaltung ist vorbei“, erklärte Niedermaier. Erfreulich sei auch die stetige Vermehrung der Teststationen. Dennoch warnte der Landrat vor voreiligen und bereits gescheiterten Experimenten wie dem Tübinger Modell, das in Kleinstädten wie Wolfratshausen, Geretsried oder Bad Tölz kaum umzusetzen sei.

„Um den Handel wirklich zu beleben, müssten wir in einer Stadt innerhalb von vier Stunden etwa 2.000 Tests machen“, rechnete er vor. Diese hohe Zahl sei trotz des vorbildlichen Einsatzes der ehrenamtlichen Helfer von BRK, Caritas und anderen Initiativen kaum zu leisten. Bürgermeister Klaus Heilinglechner und Stadträtin Dr. Ulrike Krischke warben dennoch dafür, die Testangebote zu nutzen. „Es stärkt die Solidargemeinschaft, wenn sich die Bürger testen lassen und dann mit ihren Einkäufen die regionalen Einzelhändler unterstützen“, erklärte Krischke. Heilinglechner versprach dafür kräftig die Werbetrommel zu rühren.

Auf Nachfrage von Engelbert Stapf versicherte Landrat Niedermaier, dass die Wirtschaftsleistung des Landkreises während der Pandemie im Vergleich zu den Vorjahren nur um etwa fünf Prozent gesunken ist. Das produzierende Gewerbe und viele Handwerksbetriebe hätten nach wie vor volle Auftragsbücher.

Digitalisierung der Schulen bereiten dem Landrat sorgen


„Bei Handel und Gastronomie sieht es leider anders aus“, räumte Niedermaier ein. Die Probleme in diesen Branchen seien allerdings auch schon vor der Pandemie erkennbar gewesen, hätten sich nun aber dramatisch verschärft.

Die vom Landkreis angekündigten millionenschweren Bauprojekte wie beispielsweise Schulsanierungen müssten dagegen nicht verschoben werden. Einzig die derzeit noch unzureichende IT-Betreuung und Digitalisierung an Schulen bereitet Niedermaier noch Sorgen. Hier müsse aber in erster Linie der Freistaat die nötigen Rahmenbedingungen für eine Modernisierung schaffen.

Peter Herrmann

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