Stiller und einsamer Volkstrauertag

Aufgrund der Corona-Pandemie findet die Kranzniederlegung durch die Stadt-Bürgermeister getrennt statt

Landrat Josef Niedermaier und Tölz Vize-Bürgermeister Michael Lindmair gedenken den Gefallenen an der Tölzer Mühlfeldkirche.
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Das Denkmal zum Todesmarsch an der Tölzer Mühlfeldkirche: hier gedenken Landrat Josef Niedermaier und Tölz Vize-Bürgermeister Michael Lindmair den Gefallenen.

Bad Tölz – Der Volkstrauertag ist jährlicher Anlass, an die Opfer von Krieg, Vertreibung und Gewalt zu erinnern.

In diesem Jahr macht es die Corona-Pandemie aber unmöglich, zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung einzuladen. Deshalb trafen sich die Stadtvertreter allein im stillen Gedenken an verschiedenen Denkmälern in Bad Tölz.

Und so legte am Sonntag Bürgermeister Ingo Mehner zusammen mit Florian Völler, dem Kreisbeauftragten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, einen Kranz an der Tölzer Franziskanerkirche ab. Während zeitgleich Landrat Josef Niedermaier mit dem Zweiten Bürgermeister der Stadt, Michael Lindmair, im stillen Gedenken an der Mühlfeldkirche standen. Und Christof Botzenhart, der Dritte Rathauschef, pilgerte dagegen zum Kriegerdenkmal in Ellbach, um dort mit dem hiesigen Veteranenverein-Vorsitzenden, Valentin Kappelsberger, an die Gefallenen im Krieg zu erinnern. Jede der Kranzniederlegungen wurde durch Trompetensolo „Der gute Kamerad“ begleitet.

Landrat und die Stadt-Bürgermeister erinnerten an die Verpflichtung, die sich aus den Lehren des Krieges ableiten. Die Geschichte von Bad Tölz als langjährige Garnison der US-Truppen ist auch eine Geschichte von persönlicher Freundschaft. „Wir sind in unserem Erinnern nicht allein. Wir leben in einer gefestigten Demokratie, in einem seit 30 Jahren wiedervereinten Deutschland, inmitten eines friedlichen Europa“, sagte Ingo Mehner und betonte weiter: „Unsere Geschichte nimmt uns alle in die Pflicht, uns für Demokratie und Freiheit einzusetzen. Ein dreiviertel Jahrhundert Frieden dürfen wir nicht als Selbstverständlichkeit hinnehmen. Jede Generation ist aufs Neue gefordert, den Frieden und die Demokratie zu schützen.“ dwe

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