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Landkreis verabschiedet Kreisräte und verteilt Auszeichnungen

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Von: Patrick Staar

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Landrat Josef Niedermaier steht zusammen mit Kreisratsmitgliedern im Halbkries.
Abschied aus dem Kreisrat: Landrat Josef Niedermaier (li.) bedankte sich in einer Feierstunde für die geleistete Arbeit bei (v.l.) Josef Eichner, Robert Mayr, Willi Streicher, Volker Reeh, Achim Rücker, Nikolaus Trischberger, Anni Rieger, Georg Rauchenberger, Helmut Forster, Hans Sappl, Mechthild Felsch, Josef Danner, Hans Hopfner, Franz Demmel, Beate Paulerberg, Franz Wirthensohn, Volker Witte und Gabriele Riegel. © Patrick Staar

Landkreis – Mit drei Jahren Corona-bedingter Verspätung verabschiedete Landrat Josef Niedermaier nun 28 Kreisräte in den politischen Ruhestand, verteilte Verdienstmedaillen und Urkunden.

Im Festsaal des Bad Heilbrunner Gasthauses „Reindlschmiede“ sprach er über die Arbeit in der Kommunalpolitik – und erzählte einige Anekdoten über die Ausgeschiedenen.

Etwa über Josef Eichner, der dem Kreistag von 2014 bis 2020 angehörte. Der Jachenauer habe sich politisch sehr eingebracht, verfüge über viel Wissen in landwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen, sagte Niedermaier. Noch heute muss er lachen, wenn er an einen gemeinsamen Ausflug nach Berlin denkt. Eichner habe auch dort seinen Hut getragen. Eine Verwaltungsmitarbeiterin des Bundestags habe ihn gefragt, wie oft er diesen in seinem Leben bisher abgesetzt hat. „Sieben Mal“, entgegnete Eichner schlagfertig. „Ich habe sieben Kinder.“ Mittlerweile habe er acht Kinder, ergänzte der Landwirt in der Feierstunde schmunzelnd.

Zu Andreas Wiedemann hat Niedermaier eine besondere Verbindung. Während Niedermaiers Zeit als Tölzer Stadtoberhaupt – von 2000 bis 2008 – war er Dritter Bürgermeister. Immer Mittwochvormittag habe Wiedemann zum Frühstück eingeladen: „Irgendwann waren da immer mehr Politiker da“, sagte Niedermaier. „Eine besondere Zeit.“ Für 24 Jahre im Stadtrat und 18 Jahre im Kreistag erhielt Wiedemann nun die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze. Genauso wie Josef Janker, der dem Tölzer Stadtrat ebenfalls 24 Jahre lang angehörte und zwölf Jahre lang Erster Bürgermeister war. Janker habe jahrzehntelang seinen wirtschaftlichen Sachverstand eingebracht: „Danke auch für dein sonniges, kameradschaftliches Gemüt.“

Einsätze für die Gesellschaft - Landrat würdigt Kommunalpolitiker mit Urkunden und Medaillen

Die gleiche Auszeichnung wie Wiedemann und Janker erhielt Josef Wasensteiner, der 30 Jahre lang im Lenggrieser Gemeinderat saß. Wasensteiner habe mit viel Nachdruck und Einsatz Meilensteine gesetzt und sei Ansprechpartner der Landwirte gewesen. Darüber hinaus sei er „Verbindungsmann zur Kirche“ gewesen – ein Amt, das es vermutlich nur im Lenggrieser Gemeinderat gebe, mutmaßte Niedermaier. „Vielleicht kommt das daher, weil vor meinem Haus die Brücke zur Kirche losgeht“ , so Wasensteiner schmunzelnd.

Landrat Josef Niedermaier überreicht die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze an Josef Wasensteiner, Andreas Wiedemann und Josef Janker.
Die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze überreichte Landrat Josef Niedermaier (r.) an (v.l.) Josef Wasensteiner, Andreas Wiedemann und Josef Janker. © Patrick Staar

Für fünf Kreisräte gab’s kommunale Dankurkunden. Einer davon war der Eurasburger Klaus Koch, der seit 1996 im Kreistag sitzt und seit 2008 Stellvertretender Landrat ist. Gerhard Hasreiter erhielt die Auszeichnung für 30 Jahre im Kreistag und 24 Jahre im Kreisausschuss. Darüber hinaus habe er als Vorsitzender des Vereins „Freunde der Kreisklinik“ einen siebenstelligen Betrag für das Krankenhaus eingesammelt, sagte Niedermaier.

Der Lenggrieser Karl Murböck sitzt seit 2002 im Kreistag und setzte auch als Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins und Kreisbrandrat Akzente. Mit der Dankurkunde rundet Ehren-Kreisbäuerin Anni Rieger ihre Sammlung an Auszeichnungen ab, die von der Staatsmedaille über den Bayerischen Verdienstorden bis zum Bundesverdienstkreuz reicht. Sie sei ein „Synonym für Einsatz für die Gesellschaft in allen Bereichen“, sagte Niedermaier. Sie habe sich bereits in einer Zeit engagiert, in der es für Frauen nicht einfach war, sich durchzusetzen.

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