Landratsamt bessert Pläne nach: Gemeinderat stimmt Erweiterungsbau zu

Gymnasium darf bauen

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Der „Ostbau“ des Gymnasiums hat vom Gemeinderat grünes Licht bekommen.

Icking – Nun also doch: der Gemeinderat stimmte dem Erweiterungsbau des Rilke-Gymnasiums zu.

Eine Woche vorher hatte es noch Schlagzeilen gegeben, als der Bauausschuss den Bauantrag abgelehnt hatte, weil er sich an den erheblichen Abgrabungen (2,50 Meter anstatt erlaubten 50 Zentimetern), einer über vier Meter hohen Stützmauer und fehlenden und zu schmalen Parkplätzen gestört hatte. In der Woche hat sich viel getan: dem Gemeinderat lagen nun die geänderten Pläne vor. „Es ist nicht mehr so dramatisch“, sagte Bürgermeisterin Margit Menrad (UBI). In der Tat: jetzt kommt der geplante Bau mit Abgrabungen von 60 Zentimetern und vor allem ohne die Stützmauer aus. Auch die Aufschüttungen wurden von 1,10 Meter auf 87 Zentimeter verkleinert. Das Landratsamt rechnete auch neu und präsentierte einen Bedarf von 49 Stellplätzen anstatt 56. Begründet wurde das mit dem G8, da es weniger Schüler über 18 Jahre und daher mit möglichen Autos gebe. Die Erstberechnung stammte noch aus den Zeiten des G9. Die 49 Plätze mit einer Breite von 2,50 Metern können auf dem Grundstück nachgewiesen werden und sollen zum Teil auch nördlich des Gymnasiums stehen, wo sich jetzt die Container befinden. Wie Menrad außerdem erläuterte, wird es neben der Turnhalle Stellplätze für motorisierte Zweiräder geben, so dass diese nicht mehr den Gehweg blockieren. Während des Umbaus sollen die Autos auf dem Hartplatz parken können oder nördlich auf der Wiese. Mit drei Gegenstimmen stimmte der Gemeinderat dem Bauantrag zu und erteilte die Befreiung für die Abgrabungen und Aufschüttungen. Vigdis Nipperdey (Ickinger Initiative) konnte sich mit den Plänen nicht anfreunden: „Es ist außerordentlich bedauerlich, wenn der ganze Grund des Schulgeländes zugebaut wird.“ Doch Alternativen habe es nicht gegeben, meinte Margit Menrad dazu. „Laut Kreistag wäre ein Anbau im Bestand zu schwierig gewesen.“

Susanne Hauck

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