Inklusion auf der Bühne

Lebenshilfe: „Musi, Tanz, Gsang und Freid für behinderte und gsunde, oide und junge Leit“

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Auch heuer wieder sehr gut besucht war der Inklusionsabend der Lebenshilfe und der beteiligten Musikanten im liebevoll dekorierten Lenggrieser Alpenfestsaal.

Lenggries – Bereits zum 7. Mal in Folge stand jetzt im Lenggrieser Alpenfestsaal der Inklusionsabend der beteiligten Musikanten und der Tölzer Lebenshilfe unter dem Motto „Musi, Tanz, Gsang und Freid für behinderte und gsunde, oide und junge Leit“ auf dem Programm. Wobei der Tanz dem zweiten Teil des Abends vorbehalten was, als die zahlreichen Besucher unter Anleitung von Heiner Schaffer einfache und beliebte Volkstänze aufs Parkett legten.

Schon zuvor hatte das Duo Gruber-Nagler darauf eingestimmt, als die beiden Geschwister sangen: „So lang de Musi geht, gib i koa Ruah - bis in da Fruah“. Bis in der Früh konnte allerdings diesmal nicht getanzt werden, da Punkt Mitternacht der Allerheiligentag begann, an dem Tanzveranstaltungen bekanntlich verboten sind.

Die Besucher und die Mitwirkenden des Abends waren eingangs von Alois Ostler begrüßt worden, darunter auch der seit 2004 tätige Vorsitzende der Kreisvereinigung Lebenshilfe, Prof. Martin Lechner. Ostler erwähnte dabei eine Reihe von aktuellen Jubiläen. So spielen die Goaßara Fünf bereits seit 60 Jahren zusammen, was nur wegen des Durchschnittsalters der Beteiligten von über 70 Jahren möglich ist. Immerhin seit zehn Jahren gibt es die Miasanmia Musik der Lebenshilfe. Und die Organisation selbst kann im kommenden Jahr das halbe Jahrhundert voll machen, wurde sie doch 1970 in Bad Tölz gegründet. Ob Goaßara Fünf (wobei zwei davon aus Wegscheid kommen), das Duo Gruber-Nagler, der Kloiber Hans an der Veeh-Harfe, der Oswald Sepp mit dem Akkordeon und der Würmseer Kaspar diesmal mit der Mundharmonika sowie das Duo Margreiter aus Greiling, alle bekamen den verdienten Beifall. Mit dem sparten die begeisterten Besucher auch nicht, als Rosi Schwaiger und Rosä Heimgreiter die Bühne als Oktoberfestbesucher Maxl und seine bitterböse Ehefrau enterten, um einen kurzen Einakter zum Besten zu geben. Zwar dürfte den wenigsten noch bekannt, was ein Postamentl Mo ist, denn die Zeit, als uniformierte Polizisten, auf einem Podest stehend, mit ihren Armbewegungen den Verkehr auf der Kreuzung regelten, sind lang vorbei. Dennoch konnte die Geschichte gefallen, wie der vom Oktoberfest heimgekehrte Maxl seine Frau allein durch Schweigen und die Armbewegungen, die er sich in München abgeschaut hatte, zur Räson bringt. Eine sehr gelungene Ergänzung zum bisherigen musikalischen Programm. Danach ging`s wieder hoch her beim Tanz unter der Regie von Heiner Schaffer. Hier spielten die Gruppen abwechseln auf und schließlich sangen alle zum Schluss „Da Summa is umma“. Keine falsche Aussage angesichts der frostigen Temperaturen, die die Besucher des Abends dann beim Verlassen des liebevoll dekorierten Saales erwarteten. bo

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