Pilot hängt im Baum

Lenggrieser Bergwacht: mehrere Einsätze am Wochenende

Gefährliche Landung: Gleitschirmpiloten verletzten sich
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Gefährliche Landung: Ein Pilot verletzte sich am Rücken, ein weiterer erlitt Bruchlandung.

Lenggries – Die Bergwacht musste sich am Sonntag gleich um zwei Gleitschirmunfälle kümmern. Die Situation eines der beiden Piloten war dabei besonders brenzlig, hing er doch zehn Meter hoch in einem Baum, der nicht besonders standfest war.

Das schöne Wetter am vergangenen Wochenende lockte so manchen Naturfreund in die Berge. Nicht so schön war allerdings, dass deshalb auch die Bergwacht und medizinische Einsatzkräfte allerhand zu tun hatten.

Gegen Mittag rückten acht Bergwachtlern zu zwei zeitgleichen Gleitschirmabstürzen aus. Der erste Patient war beim Landeanflug zu schnell und knallte auf sein rechtes Becken, verletzte sich auch an der Wirbelsäule. Der Pilot klagte in diesem Bereich über Schmerzen und wurde deshalb ärztlich versorgt. Anschließend wurde der Gleitschirmflieger mittels Vakuumbett zum Rettungswagen transportiert.

Der zweite Flieger hing 30 Meter neben der ersten Unfallstelle im Baum auf ungefähr zehn Metern Höhe fest. Das Schwierige in dieser Situation war, dass die Bäume rundherum ein schlechtes Standvermögen hatten. Dadurch war es der Crew nur möglich, den Piloten aus der prekären Lage zu retten – und nicht wie sonst üblich mitsamt seinem Schirm.

Im weiteren Tagesverlauf rückte die Lenggrieser Bergwacht dann noch zur Versorgung einer Sprunggelenksfraktur einer 28-jährigen im Bereich Idealhangausstieg aus. Für einen schonenden Abtransport wurde sie laut Bergwacht per Hubschrauber Christoph Murnau abtransportiert, „da der Weg ins Tal zu lang und zu holprig gewesen wäre“. Beim Bikepark galt es danach noch ein Kind zu versorgen, dass sich eine tiefe und fünf Zentimeter lange Schnittwunde im Handgelenksbereich zugezogen hatte. Zur weiteren Behandlung wurde das Kind nach Bad Tölz ins Krankenhaus gebracht. fra

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