Einsatz mit „Herz und Verstand“

Lenggries wählt am 13. September einen neuen Bürgermeister: Für die FWG will Stefan Klaffenbacher kandidieren

Stefan Klaffenbacher.

Lenggries – Wer wird neuer Bürgermeister von Lenggries? Und Nachfolger von Markus Landthaler: der im Juni sechs Wochen nach seinem Amtsantritt gestorben ist. Nun warf neben Klaus Hanus (Grüne) und Tobias Raphelt (SPD) am Mittwochabend auch Stefan Klaffenbacher seinen Hut in den Ring. Er ist Kandidat der Freien Wählergemeinschaft (FWG), die am Dienstag über im Alpenfestsaal (19.30 Uhr) seine Nominierung entscheidet.

Stefan Klaffenbacher ist 33 Jahre alt, verheiratet und Familienvater von zwei Kindern. „Meine Frau arbeitet im Tölzer Landratsamt und weiß daher bestens was es heißt Bürgermeister zu sein“, berichtet er schmunzelnd. Klaffenbacher traf die Entscheidung zur Bürgermeisternominierung gemeinsam mit meiner Familie, „die zu Hundeartprozent hinter mir steht“.

Familiär ist Klaffenbacher selbst als Lenggrieser Bub im elterlichen Hof zum „Klaffenbacher“. aufgewachsen. Der Landwirtschaftsbetrieb besteht seit über 600 Jahren. 2013 hat ihn Klaffenbacher zusammen mit seiner Frau Nathalie übernommen: „Wir führen diesen seitdem selbstständig und erfolgreich im Nebenerwerb weiter“, sagt er. Hauptberuflich ist der Lenggrieser als Maschinenbau-Meister bei beschäftigt. Familientradition, Verwurzlung und langjährige berufliche Erfahrung in leitender Position sind seiner Meinung nach die richtigen und wichtigen Voraussetzung für das Amt des Lenggrieser Bürgermeisters – seit sieben Jahren ist er Mitglied bei den Freien Wähler und dort seit fünf Jahren in der Vorstandschaft.

„Ich scheue es nicht Verantwortung zu übernehmen“, betont Klaffenbacher. Seine Ziele: „Ich möchte Lenggries voranbringen und was erreichen, aber dies auch kritisch hinterfragen ob es das richtige für Lenggries ist.“ Für das Amt des Bürgermeisters sieht sich der 33-Jährige gerüstet. Seine Heimat beschreibt er als „lebens- und liebenswert“, dafür möchte er sich „Herz und Verstand“ einsetzen.

Konkret möchte er die gesteckten FWG-Ziele zur Kommunalwahl weiter umsetzen: „eine gesunde, überlegte und vor allem für ganz Lenggries vertretbare Lösung der Kaserne“, berichtet er. Dabei müsse vor allem die Infrastruktur und „auch der mögliche nicht gewollte Zuzug im Auge behalten werden“. Des Weiteren ist ihm die Entwicklung eines Einheimischen-Modells wichtig. „Wir sind hier in der Pflicht, bezahlbaren Wohnraum für unsere Familien zu schaffen.“ Auch ein Tourismuskonzept erachte er für dringend notwendig. „Gerade in der jetzigen Zeit, in der die Menschen regional Urlaub machen und auch eine Vielzahl an Tagesausflüglern kommt, ist es wichtig die Infrastruktur für uns und für unsere Gäste aufrecht zu erhalten.“ dwe

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