Von J.B.O. bis zum Restessen

Lenggrieser Festwoche 2019 erneut Publikumsmagnet

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Verteidiger des Blödsinns: „J.B.O.“ heizten der Fangemeinde im Lenggrieser Festzelt ordentlich ein.

Lenggries – „Wer ist J.B.O., was machen die?“ Auf diese Frage erntete man im Vorfeld des Auftritts im Lenggrieser Festzelt meist nur die Antwort: „Weiß nicht, kenne ich nicht.“ Wer sich freilich am vergangenen Montagabend unter die rund 1200 Besucher gemischt hatte, erlebte ein Hard-Rock-Konzert der Sonderklasse. Die Vorstellung unterstrich das Bandmotto eindrucksvoll: „Wie don’t like Metal, we love it.“ Als die vier Musiker ihre Cover-Versionen bekannter Hits, fast ausschließlich mit eigenen, deutschen Texten versehen vortrugen, war bei den „Verteidigern des wahren Blödsinns“ immer ein gewisses Augenzwinkern mit dabei.

Gegründet vor exakt 30 Jahren als James-Blast-Orchester (J.B.O.), bewiesen die fränkischen Musiker, dass sie mit ihren Cover-Versionen aus der Rock- und Pop-Musik, die Texte auf amüsante Weise abgewandelt und die Musik im Stil des Metal interpretiert, genau wissen wie Stimmung gemacht wird. War es zu Beginn des Lenggrieser Auftritts lediglich eine große Gruppe von J.B.O. Hardcore-Fans, die vor der Bühne herumhüpften und begeistert mitgröhlten, so schwappte die Stimmung bald auch auf die zumeist jugendlichen einheimischen Besucher über. Und gegen Ende des gut zweieinhalbstündigen Konzerts hatten Leadsänger Vito C., alias Veit Kutzer, Hannes Holzmann (Gitarre), Ralph Bach (Bass) und der Drummer Wolfram Keller ihr ganzes Publikum voll im Griff.

Ihre sozialkritischen Texte, wie etwa bei ihrem eigenen Song „Ein schöner Tag zum Sterben“ kam da genauso gut an, wie auch der aktuellste Blödsinn-Titel „Wer lässt die Sau raus.“ Dabei wurde das Publikum immer wieder aufgefordert, mitzusingen, mitzuhüpfen oder mit weit ausgestreckter „Fingergabel“ das Ganze zu unterstützen. Auch wenn ihre neuen, eigenen Songs durchaus dem heutigen Metal-Stil angepasst waren, so konnte J.B.O. ihre Herkunft aus den verballhornenden Zeiten der „Neuen Deutschen Welle“ nicht verleugnen. Etwa als sie mit ihrem „Schlumpfozid im Stadtgebiet“, einer eigenen Version von Vadder Abrahams „Lied der Schlümpfe“ die knapp einstündigen Zugaben einleiteten. Da hüpfte dann auch das Lenggrieser Publikum vollends begeistert mit zur Musik der J.B.O. Gaudi-Metaller.

Das nächste Highlight auf der Lenggrieser Festwoche 2019 startet dann am Samstag, 17. August. Das schon traditionelle Tauziehen für Burschen-, Madeln- und gemischte Mannschaften steht da ab 14 Uhr auf dem Programm. Wie schon in den letzten Jahren von der Lenggrieser Landjugend organisiert. Für die rechte Stimmung sorgt da am Abend die Partyband Manyana. Am Sonntag geht’s mit dem musikalischen Frühschoppen und am Abend mit der böhmischen Musik der Blasensteiner weiter. Wie gewohnt laden schließlich die Festwirte Peter und Michael Gascha zum Abschluss der Festwoche am Montag, 20 August bei halben Preisen auf alle Gerichte zum „Restessen“ ein. ejs

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