Viele Einsätze wegen Gleitschirmfliegern

Lenggrieser Gleitschirmflieger Club spendet 2.000 Euro an die Lenggrieser Bergwacht

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Kassiererin Kati Meißner und Rudi Brandl, 2. Vorstand des Lenggrieser Gleitschirmflieger-Vereins, überreichten Christoph Brenninger, dem Bereitschaftsleiter der Lenggrieser Bergwacht, eine Spende in Höhe von 2.000 Euro – als Dank für unzählige Rettungseinsätze wegen verunglückter Piloten.

Bad Tölz – Mit einer 2000 Euro-Spende hat sich der Lenggrieser Gleitschirmclub bei der Bergwacht Lenggries für deren unermüdlichen Einsatz bedankt. Immer wieder rückten die Lenggrieser Bergretter in diesem Jahr aus, um meist unverletzte Gleitschirmflieger aus Bäumen zu befreien. Leider gingen aber nicht alle Notlandungen glimpflich aus.

So verletzte sich zum Beispiel im Juni ein Pilot schwer, als er bei einer missglückten Notlandung am Brauneck/Koteck nicht im Baum hängen blieb, sondern ungebremst auf den Boden prallte. Die Bergwacht versorgte den schwer Verletzten, der mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Bis Mitte August musste die Bergwacht Lenggries im Jahr 2019 fünf unverletzte Gleitschirmpiloten und drei zum Teil schwer verletzte Piloten retten. Außerdem mussten mehrmals Gleitschirme aus Baumwipfeln geborgen werden, ohne dass der Pilot selbst Hilfe benötigte.

Dabei ärgern sich die Bergretter nicht etwa darüber, dass Piloten immer öfter zu den Patienten gehören. „Wir unterscheiden nicht zwischen den Patienten oder Hilfesuchenden sondern retten jeden Menschen der unsere Hilfe benötigt aus Überzeugung. Unter unseren Bergwachtlern gibt es außerdem auch ein paar Gleitschirmflieger die allerdings noch nie Hilfe der Bergwachtkollegen benötigten“ so Christoph Brenninger, Bereitschaftsleiter der Lenggrieser Bergwacht.

Nicht alle Gleitschirmflieger die in diesem Jahr die Hilfe der Lenggrieser Bergwacht in Anspruch genommen haben gehören auch dem Lenggrieser Gleitschirmclub an. „Viele kommen von Auswärts und kennen das Fluggebiet und deren Besonderheiten nicht“, so Rudi Brandl, 2. Vorstand des Lenggrieser Gleitschirmflieger-Vereins, der zusammen mit Kassiererin Kati Meißner die Spende bereits im Juli, in Form eines symbolischen Schecks dem Lenggrieser Bereitschaftsleiter übergab. Dennoch gilt die Spende stellvertretend für alle Piloten, die Hilfe benötigen. „Wir wollen damit die Arbeit der Bergwachtler wertschätzen und uns in diesem Zuge für deren Einsatz herzlich bedanken“ so Brandl.

Warum es in diesem Jahr schon zu so vielen Notlandungen und damit Einsätzen der Bergwacht gekommen ist, dazu hat Brandl eine Erklärung. „ Es hat in diesem Jahr besonders oft spezielle Wetterlagen gegeben, die am Brauneck zu anspruchsvollen Flugbedingungen führen. Viele Piloten hatten dies in ihre Flugplanung nicht mit einberechnet und kamen so nicht mehr sicher am Landeplatz an.“ Um zukünftige Einsätze der Bergwacht zu vermeiden informiert der Lenggrieser Gleitschirmclub auf seiner Homepage www.lenggrieser-gleitschirmflieger.de über die speziellen Flugbedingungen am Brauneck. Außerdem wird über das richtige Verhalten im Falle einer Not- oder Außenlandung informiert. „Bei einer geglückten Außenlandung im Gelände, ist es zum Beispiel wichtig, die Bergwacht zu informieren um Fehleinsätze zu verhindern. Dazu sollte sich der Pilot nach der Landung über die Rufnummer 112 mit der Leitstelle in Kontakt setzen“, so Brenninger. tka

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Wer sich ebenfalls in Form einer Spende bei der Bergwacht Lenggries bedanken oder die ehrenamtlichen Bergretter aus anderen Gründen unterstützen möchte, kann dies per Paypal-Spendenbutton auf www.bergwacht-lenggries.de machen oder per Überweisung. Bankverbindung: Bergwacht Lenggries IBAN: DE74 7005 4306 0240 0102 31 Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen.

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