Lenggrieser Kindl

Klaus Hanus kandidiert für die Grünen als Bürgermeister

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Ortsvereinsvorsitzende Lisa Busch gratuliert Grünen-Kandidat Klaus Hanus zur Nominierung.

Lenggries – Nun ist es offiziell: Klaus Hanus kandidiert für die Lenggrieser Grünen als Bürgermeister. Am Samstagabend nominierten ihn die elf anwesenden Mitglieder des Ortsverbands einstimmig.

Notwendig geworden war die Neuwahl wie berichtet durch den plötzlichen Tod von Markus Landthaler. „Wir haben einen guten Bürgermeister verloren“, sagte die Ortsvorsitzende Lisa Busch vor den gut 40 Zuhörern im Restaurant Lahnerstubn. Sie freue sich, dass es drei Kandidaten gebe, die sich seine Nachfolge zutrauen. Hanus habe als parteipolitisch Ungebundener auch bei anderen Gruppierungen nachgefragt, ob sie sich seine Kandidatur vorstellen können. Die Grünen sagten schließlich zu. Busch: „Dass wir nicht eher zusammengefunden haben, hat sicherlich auch damit zu tun, dass es uns Lenggrieser Grüne ja noch gar nicht so lange gibt.“

Hanus bezeichnete sich selbst in seiner Vorstellungsrede als „richtiges Dorfkind: Ich war immer in Lenggries, bin in Lenggries und werde immer in Lenggries bleiben.“ Seit 20 Jahren führt der Vater von zwei Kindern eine Zimmerei in Fleck. Als Handwerker kenne er sich mit Buchführung aus: „Ich bin da ned auf der Brennsuppn dahergschwumma.“ Der 45-Jährige ist unter anderem bei den Trachtlern Mitglied, besonders liege ihm die Sport-Jugend am Herzen.

Als möglicher Bürgermeister hat er sich erst einmal drei Ziele gesetzt. So will er einen Shuttlebus von der Dammkrone des Sylvenstein-Stausees nach Fall einrichten. Dieses Teilstück sei aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens für Familien mit dem Rad quasi nicht befahrbar: „Es ist wirklich ein schöner Radweg, aber ich finde es schlecht, dass er am Sylvenstein aufhört. Bevor wir das umfassend angehen, müssen wir eine kurze, knackige Lösung finden.“

Markthalle auf der Flinthöhe

Als zweites Ziel möchte Hanus die regionaler Erzeuger stärken und die Direktvermarktung fördern. Hanus wünscht sich, dass zu diesem Zweck eine Baracke in der Kaserne zu einer Markthalle umgewandelt wird. Dort könnten dann im Wochen- oder 14-Tages-Rhythmus Lebensmittel angeboten werden. Hanus: „Auf diese Weise könnte man die Lenggrieser auch an die Kaserne heranführen. So wie es dort oben momentan aussieht, muss man sich ja fast schämen.“

Schließlich will sich der Bürgermeister-Kandidat auch für bezahlbaren Wohnraum einsetzen. Dies will er durch eine Modifizierung des Ortsgestaltungs-Satzung erreichen: „Wenn wir die Kniestock-Höhe von 50 Zentimetern auf einen Meter erhöhen, könnte man jeden Speicher in eine vollwertige Wohnung umwandeln.“ Auf diese Weise würde nach seiner Rechnung ein Drittel mehr Wohnraum entstehen. Im sei bewusst, dass diese Änderung das Ortsbild erheblich verändern würde. Zugleich werde aber übermäßiger Flächenfraß verhindert.

Gegen Leerstand und für ein schnelles Internet

„Ich bin nicht der Heilbringer, der alles auf einmal lösen kann“, sagt Hanus. Man müsse die Probleme Schritt für Schritt angehen. Er will sich auch dafür stark machen, dass etliche Geschäfte in der Marktstraße nicht mehr leer stehen. Nicht zuletzt wolle er sich für ein „gescheites Glasfaser-Internet“ auch in Ortsteil will Schlegldorf, Winkl und Fleck einsetzen. „Wenn uns wieder mal so etwas wie die Corona-Krise trifft, sollten wir ein gescheites Homeschooling machen können.“ pr

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