Mädchenrealschule Hohenburg wird als „Mint-freundliche-Schule“ ausgezeichnet

Mädchen in technischen Fächern

+
Smart und Stolz: Schülerinnen und Lehrer der Erzbischöflichen St.-Ursula-Mädchenrealschule Hohenburg Lenggries erhielten von Ministerialdirektor Herbert Püls (l.) und Mint-Vorsitzenden Thomas Sattelberger (r.) das Prädikat „MINT-freundliche-Schule“ überreicht

Lenggries – Technik und Naturwissenschaften sind reine Männer­angelegenheiten? – eher nicht: Das Gegenteil beweisen die Schülerinnen der Erzbischöflichen St.-Ursula-Mädchenrealschule Hohenburg in Lenggries, die zum zweiten Mal mit dem Titel „MINT-freundliche Schule“ honoriert wurde.

MINT steht übrigens für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Leitung der Mädchenrealschule ist stolz, 2016 wieder das naturwissenschaftliche Signet vom Bayrischen Staatsministerium für Bildung und Kultus erhalten zu haben, wie bereits im Jahr 2013. „Wir wollen unsere Mädchen in allen Bereichen fördern“, erklärt Barbara Fischer, Konrektorin der Realschule Hohenburg. Um ihre Schülerinnen „eben nicht nur in Musik, Sport oder Sprache, sondern auch im Bereich der Naturwissenschaften“ besonders gut auszubilden. Im Hinblick auf den weiteren Werdegang der Schülerinnen sei dies ein wesentlicher Vorteil, besonders wenn sie sich später in Richtung technische Ausbildung orientieren möchten. Eine Entwicklung, die auch Ministerialdirektor Herbert Püls befürwortet: „Wir brauchen junge Menschen, die sich für Wissenschaft und Technik begeistern und als künftige Techniker, Ingenieure und Wissenschaftler Deutschland weiter voranbringen.“ Gerade mit Hilfe von MINT-Wettbewerben gelinge es Bayern, vielversprechende junge Talente in der Schülerschaft zu entdecken und zu fördern. Die Initiative „MINT Zukunft schaffen“ ist ein wichtiger Bestandteil dieser Entdecker- und Förderstrategie und macht die Leistung dabei besonders engagierter „MINT-freundlicher Schulen“ öffentlich. Aber vor der Teilnahme am naturwissenschaftlichen Wettbewerb steht die Bewerbung und dafür müssen die teilnehmenden Schulen einen bestimmten Kriterienkatalog abarbeiten. Etwa ob Schulen naturwissenschaftliche Wahlpflichtfächer anbieten oder es einen technischen Zweig gibt. Auch wird berücksichtigt, wenn alle Jahrgangsstufen – von den jüngsten bis zu den Absolventen – in Fächern wie Mathe, Physik und Informationstechnologie unterrichtet werden. Aber auch etwaige Zusatzangebote der Schule können darin enthalten sein. 2013 habe sich die Mädchenrealschule mit dem Projekt „lernreich 2.0“ bei MINT beworben. Das Konzept ist „ein medialer Unterricht“, erklärt Fischer. Dafür würden den Schülern im Unterricht Tablets und online-Lernplattformen zur Verfügung stehen, „auf denen sich die Schülerinnen ihre Aufgaben individuell zusammenstellen können“. Die St.-Ursula-Schule besitzt für ihre 463 Schüler von der 5. bis zur 10. Jahrgangsstufe dafür 80 Computer. Moderner, medialer Unterricht sei der Weg in die Zukunft, den die Schule ihren Schülerinnen nicht fernhalten möchte, so Fischer. „Junge Leute sollen den medialen Umgang zum eigenen Nutzen einsetzen und verantwortungsbewusst sowie sinnvoll damit umgehen.“ Ebenso wichtig ist der Konrektorin die Ausbildung nach der Schule, ob Beruf oder weiterführende Schule. „Wir wollen jeden einzelnen Schüler auf einem guten Weg wissen.“ Dafür dürften die „Schlosswepsen“ dank ihrer geistes- und naturwissenschaftlichen Ausbildung bestens gerüstet sein. dwe

Meistgelesene Artikel

Nepomukmarkt in Wolfratshausen am 29. Mai
Bad Tölz - Wolfratshausen
Nepomukmarkt in Wolfratshausen am 29. Mai
Nepomukmarkt in Wolfratshausen am 29. Mai
Bauausschuss lehnt Antrag ab: Grund sind zu wenig Stellplätze / Auch die Nachbarn wollen nicht
Bad Tölz - Wolfratshausen
Bauausschuss lehnt Antrag ab: Grund sind zu wenig Stellplätze / Auch die Nachbarn wollen nicht
Bauausschuss lehnt Antrag ab: Grund sind zu wenig Stellplätze / Auch die Nachbarn wollen nicht
Karambolage in Wolfratshauser Waschanlage
Bad Tölz - Wolfratshausen
Karambolage in Wolfratshauser Waschanlage
Karambolage in Wolfratshauser Waschanlage
Zu wenig Stellplätze am Tölzer Schulzentrum: Kreispolitik lehnt Parkdeck ab
Bad Tölz - Wolfratshausen
Zu wenig Stellplätze am Tölzer Schulzentrum: Kreispolitik lehnt Parkdeck ab
Zu wenig Stellplätze am Tölzer Schulzentrum: Kreispolitik lehnt Parkdeck ab

Kommentare