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Mehr Betten, mehr Arbeitsplätze

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Großes Stelldichein zur Eröffnung der erweiterten Intensivstation in der Asklepios-Stadtklinik Bad Tölz.
Großes Stelldichein zur Eröffnung der erweiterten Intensivstation in der Asklepios-Stadtklinik Bad Tölz.

Über 14 Betten – und damit um vier mehr als bisher – verfügt ab sofort die Intensivstation der Tölzer Asklepios Stadtklinik. Dadurch können nicht nur mehr Patienten versorgt werden, die Stadtklinik stellte auch zwanzig neue Mitarbeiter ein.

Bei der Einweihung der neuen Räumlichkeiten am vergangenen Mittwoch informierte Geschäftsführer Arnulf Mehren darüber, dass zuvor Intensivpatienten mangels Bettkapazitäten verlegt oder gar nicht erst aufgenommen hätten werden können. Dr. Hans Ulrich Kreider-Stempfle, Chefarzt für die Abteilung der Inneren Medizin, betonte, dass komplexe und schwierige Eingriffe eine Nachversorgung erforderten und dazu die neuen vier Betten auf der Intensivstation zwingend erforderlich seien. Man werde dem „Wunsch der Patienten“ gerecht, wenn sie ihren Krankenhausaufenthalt in der Heimat und somit in der Nähe zu Verwandten verbringen können. Landrat Josef Niedermaier bekräftigte dies und verwies zudem auf die hohen Transportkosten für eine Verlegung. Der letzte Tölzer Franziskanerpater Wolfgang Breu und Pfarrerin Kathrin Wild, beide Hausseelsorger der Asklepiosklinik, erteilten den kirchlichen Segen und weihten die Kruzifixe für die Station. Finanziert wurde der Anbau durch Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II in Höhe von 915.000 Euro. Auch wenn die Stadt Bad Tölz selbst nicht im Konjunkturpaket bedacht wurde: Bürgermeister Josef Janker freute sich für die Asklepios-Klinik über die staatliche Zuwendung. Und auch Landrat Niedermaier unterstrich, dass stets dafür gesorgt werden müsse, dass die „Grundversorgung der Bürger im Landkreis funktioniert“. Etwa fünf Monate dauerte der Erweiterungsbau, der neben zwei Doppelzimmern auch entsprechende Arbeits-und Funktionsräume umfasst. Für ein einheitliches Bild wurde der alte Gebäudeteil der Intensivstation innen sowie außen saniert. Bei den Arbeiten stellte sich heraus, dass das Dach sanierungsbedürftig war – es wurde nun ebenfalls erneuert. Für die einheitliche Gestaltung von Alt- und Neubau und die Sanierung investierte der Klinikkonzern 250.000 Euro aus eigener Tasche. Die laufenden Kosten tragen die Krankenkassen. Thomas Gabler vom Dienstleistungszentrum Bayern der AOK, erklärte, dass der Aufenthalt eines Intensivpatienten durchschnittlich rund 40.000 Euro teuer sei. Die von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler jüngst verkündete neue Gesundheitsreform mache es den Krankenhäusern sicherlich nicht einfach, man müsse „eventuell eine Durststrecke überstehen“.

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