Mehr Fahrradfreundlichkeit

Stadtrat beschließt Aufnahme in die AGFK Bayern

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Geht mit gutem Beispiel voran: Bürgermeister Michael Müller (Mitte) wünscht sich einen Ausbau des Radwegenetzes

Geretsried – Vor acht Jahren gründete sich die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern (AGFK). Dem Netzwerk gehören mittlerweile 77 Kommunen an. Nun entschloss sich auch die Stadt Geretsried zum Beitritt.

„Finales Ziel ist die Auszeichnung als fahrradfreundliche Kommune in Bayern durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr“, erklärte AGFK-Geschäftsführerin Sarah Guttenberger im Stadtrat. Sie verwies in ihrem Vortrag auf die Nachbarstadt Wolfratshausen, die 2018 mit diesem Prädikat ausgezeichnet wurde. Voraussetzungen für die Aufnahme in der AGFK sei das politische Bekenntnis, den Fahrradverkehr zu fördern, ein Radverkehrskonzept und ein „Kümmerer“ für den Radverkehr. Zudem entfällt für die Stadt ein jährlicher Mitgliedsbeitrag in Höhe von 2.000 Euro. „Geretsried hat dann vier Jahre Zeit, die Handlungsempfehlungen der AGFK umzusetzen“, erklärte Guttenberger. Bürgermeister Michael Müller (CSU) hält die Mitgliedschaft für sinnvoll. „Es geht nicht nur um die Auszeichnung, sondern auch darum, den Radverkehr in unserer Stadt voranzubringen“. Erklärte der Rathauschef. Er erinnerte an die Ergebnisse der gemeinsamen Klausur der Geretsrieder und Wolfratshauser Stadträte. Wie im Gelben Blatt berichtet wurden dabei neue Mobilitätskonzepte angeregt. So soll der Bau eines Radschnellwegs, die Errichtung von Querungshilfen sowie eine Erweiterung der Beleuchtung an Radwegen durchgesetzt werden. Kulturreferent Hans Ketelhut sprach sich ebenfalls für eine AGFK-Mitgliedschaft aus. „Das müssen wir tun, wenn wir eine autofreie Innenstadt wollen“, sagte er. SPD-Stadtrat Michael Lasidis, der eine Zeit lang in den fahrradfreundlichen Niederlanden gelebt hat, hofft ebenfalls auf einen Ausbau des Radwegenetzes und auf eine Steigerung der Lebensqualität in Geretsried. Guttenberger verwies darauf, dass die Kommunen den Radverkehr nach sieben Jahren AGFK-Mitgliedschaft um mindestens fünf Prozent gesteigert haben sollten. „Dies wird entweder durch eine Studie, durch Haushaltsbefragungen oder durch Verkehrszählungen ermittelt“, versicherte Guttenberger. Peter Herrmann

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