„Gesamt-bayerische Herausforderung“

Ministerpräsident Markus Söder besucht die Katastrophenregion

+
Ministerpräsident Markus Söder (Podium, 2.v.r.) besuchte die Region – hier zu sehen mit Landrat Josef Niedermaier (2.v.l.) bei einer Pressekonferenz im Landratsamt. 

Bad Tölz – „Es besteht kein Anlass zur Panik, aber zu ernster Besorgnis“, so beurteilte Ministerpräsident Markus Söder am Samstag bei seinem Besuch im Tölzer Landratsamt die Situation in den Oberbayerischen Landkreisen, die in den Tagen zuvor den Katastrophenfall ausgerufen hatten, darunter am Freitag auch der hiesige.

Söder räumte aber zu diesem Zeitpunkt ein, dass sich die Wetterlage am Wochenende noch deutlich verschlechtern könne. „Ich bin bewusst da heute“, sagte er vor zahlreichen Vertretern der Medien, der Vertreter von Polizei, BRK, Bergwacht, Feuerwehr und THW, „um mich zu informieren, Hilfe anzubieten und danke zu sagen.“

Söder sprach dabei, wie später der Bayerische Verkehrsminister, Hans Reichhart, die tragischen Todesfälle der letzten Tage an. Bekanntlich war bei Aying ein Bub von einem Baum erschlagen worden und am Freitag wurde ein Mitarbeiter der hiesigen Straßenmeisterei bei einem Unfall mit dem Schneepflug getötet (siehe Bericht unten). Auch wenn inzwischen die Straßen wieder frei sind und wir uns vom Winter nicht aus der Fassung bringen lassen (so Landrat Josef Niedermaier bei seiner Begrüßung), sind doch alle Helfer „volle Pulle im Einsatz“, wie Söder ausführte. Auf die Frage, wie viele Helfer tätig seien, berichtete Niedermaier von 590 im hiesigen Landkreis. Regierungspräsidentin Maria Els ergänzte, dass insgesamt in den betroffenen Gebieten am Alpenrand 5.000 Kräfte zur Verfügung stünden, darunter auch Helfer aus dem nördlicheren Gebieten Bayerns, die vom Schnee nicht betroffen sind. Dennoch sei die aktuelle Situation eine „Gesamt-Bayerische Herausforderung“, so Söder.

Wie Landrat Niedermaier im Rahmen einer Pressekonferenz im Sitzungssaal es Landratsamtes ausführte, sei die Ausrufung des Katastrophenfalles ein verfahrenstechnisches Thema, das dazu diene, die zahlreichen ehrenamtlichen und professionellen Helfer besser zu koordinieren, den Einsatz-Bedarf zu ermitteln und die Kosten auf die Gemeinschaft umzulegen. Niedermaier: „Trotz Katastrophenfall geht die Welt nicht unter.“ Das wurde von Söder ergänzt: „Der Katastrophenfall wird eben deshalb ausgerufen, um die eigentliche Katastrophe zu verhindern.“ Damit stehen zusätzliche Einsatzkräfte zur Verfügung, beispielsweise 500 von der Polizei. Söder kam in seiner Eigenschaft als ehemaliger Bayerischer Umweltminister auch auf den Klimawandel zu sprechen. Eine der Herausforderungen sei die Unberechenbarkeit der Ereignisse, die innerhalb kürzester Zeit einträten. bo

Auch interessant

Meistgelesen

Gewinnen Sie 6 Tage zu zweit im 4*S Verwöhnhotel am Achensee
Gewinnen Sie 6 Tage zu zweit im 4*S Verwöhnhotel am Achensee
Werbekreis verlost 20 Preise auf „meinWOR.app“
Werbekreis verlost 20 Preise auf „meinWOR.app“
Amtsgericht: 29-jähriger Lagerist verursacht Unfall im Berufsverkehr
Amtsgericht: 29-jähriger Lagerist verursacht Unfall im Berufsverkehr
Eröffnung Café Miteinand: ein Inklusionsbetrieb für Gäste von jung bis alt
Eröffnung Café Miteinand: ein Inklusionsbetrieb für Gäste von jung bis alt

Kommentare