Surfwelle und kostenloser Stadtbus

Grüne stimmen über ihr Wahlprogramm ab

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Stellten einen Wahlprogramm-Entwurf zur Debatte (v. l.): Beisitzer Peter Lobenstein und das Ortssprecherduo Justyna Czajka und Dr. Hans Schmidt.

Waldram – Mit den Überschriften „Leben in der Stadt“, „Mobilität“, „Umwelt & Bauen“, „Wirtschaft“ und „Bürgerbeteiligung, Transparenz & Kommunikationen“ fasst der Ortsverband der Grünen sein Wahlprogramm zusammen. Bei einigen Unterpunkten gab es bei der Mitgliederversammlung aber Diskussionsbedarf. 

15 Mitglieder des Ortsverbands der Grünen stimmten über ihr Wahlprogramm ab. Dabei gab es auch umstrittene Punkte. „Wolfratshausen braucht ein Gymnasium, das auch fünfte und sechste Klassen anbietet“, schlug Annette Heinloth vor. Die Bürgermeisterkandidatin verwies darauf, dass die benachbarten Bildungseinrichtungen in Geretsried und Icking an die Grenze ihrer Kapazität geraten sind und das Spätberufenenseminar St. Matthias in Waldram derzeit nur höhere Altersgruppen aufnehme. Das Ortssprecher-Duo Justyna Czajka und Dr. Hans Schmidt nahm diesen Vorschlag mit der Formulierung „wohnortnahe Schulentwicklung“ in das Wahlprogramm auf. In dem vorgestellten Entwurf fehlte zunächst auch ein Bekenntnis zum Bau einer künstlichen Surfwelle in Weidach. Stadtratslistenkandidat Michael Eilert pochte aber auf den Zusatz, dass die Grünen das umstrittene Projekt unterstützen. Es kam zu einer Kampfabstimmung, die die Surfwellenbefürworter mit 10:5 gewannen. „Dieses Ergebnis entspricht exakt dem Abstimmungsverhältnis unserer Fraktion zum gleichen Thema in der letzten Stadtratssitzung“, stellte Schmidt fest. Während er und seine Frau Lucia diesen Punkt nicht ins Programm aufnehmen wollten, sprach sich Annette Heinloth erneut für die Realisierung der Surfwelle aus und brach nach der Versammlung zur etwa zwei Kilometer weiter nordwestlich stattfindenden „Save the wave“-Spendenparty in der Zeppelin Bar auf. 

Weitere Punkte im Wahlprogramm wurden weitaus weniger kontrovers diskutiert. Dazu zählen ein städtischer Seniorenförderplan sowie die Schaffung bezahlbarer Wohnmodelle und Mehrgenerationentreffs. Die interkommunale Zusammenarbeit mit Geretsried und den Nordlandkreisgemeinden soll unter anderem durch gemeinsame kulturelle Veranstaltungen gefördert werden. In puncto Altstadt-Gestaltung wollen die Grünen das abgestimmte Konzept des Bürgerbeteiligungsprozesses zur Innenstadtentwicklung und die Ausweitung des verkehrsberuhigten Bereichs nach Süden und Norden konsequent umsetzen. Gemeinsam mit den Bürgern soll zudem ein Mobilitätskonzept für alle Verkehrsteilnehmer entwickelt werden. Dazu zählen die Förderung von E-Mobilität, Car Sharing und Radverleihsystemen. Langfristiges Ziel der Grünen bleibt ein kostenloser Stadtbus für alle Altersgruppen. In Stadtgebieten wie beispielsweise Weidach oder im Gewerbepark an der Loisach sollen E-Sammeltaxis oder E-Kleinbusse verkehren. Peter Herrmann

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