Sozialverband boomt trotz Corona

VdK-Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach begrüßt 12.000. Mitglied

Kassierin Johanna Waldherr (r.), Kreisvorsitzende Marianne Estner (2.v.r.) sowie VdK-Kreisgeschäftsführer Kristian Müller überreichen Anja Renner als 12.000. VdK-Mitglied einen Blumenstrauß.
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Kassierin Johanna Waldherr (r.), Kreisvorsitzende Marianne Estner (2.v.r.) sowie VdK-Kreisgeschäftsführer Kristian Müller überreichen Anja Renner als 12.000. VdK-Mitglied einen Blumenstrauß.
  • Viktoria Gray
    VonViktoria Gray
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Landkreis – Entgegen jedes Trends in Vereinen, Parteien und Gewerkschaften wächst der VdK-Kreisverband trotz Corona-Pandemie. Der Verband stellte nun sein 12.000. Mitglied vor.

In Bayern wächst der VdK beständig an: „Aktuell gibt es bis zu 250 Neuaufnahmen am Tag“, berichtet Maria Burgmayr von der Kreisgeschäftsstelle Bad Tölz-Wolfratshausen. Allein im September habe der VdK Bayern mehr als 5.000 Neumitglieder verzeichnet. „Aktuell zählt der größte Sozialverband Deutschlands mehr als zwei Millionen Mitglieder.“ In Bayern vertrete der Sozialverband die Interessen von über 750.000 Mitgliedern. „Damit hat der Sozialverband im Freistaat mehr Mitglieder als alle politischen Parteien zusammen“, betont Burgmayr weiter.

Auch im VdK-Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach setze sich diese positive Entwicklung fort: So zählte der Kreisverband Ende des Jahres 2017 laut Burgmayr 10.387 Mitglieder. „Jetzt sind es bereits 12.146 VdK-Mitglieder.“

VdK eine zuverlässige Anlaufstelle

Der Kreisverband gehöre damit zu den fünf größten VdK-Kreisverbänden in Oberbayern. Das Wachstum sei keine Selbstverständlichkeit, sondern müsse jeden Tag neu erarbeitet werden. „Dieser Erfolg ist eine großartige Gemeinschaftsleistung von allen Haupt- und Ehrenamtlichen, die sich täglich für den VdK und die Menschen einsetzen, die uns brauchen und trotz Corona-Pandemie mit Herzblut bei der Sache sind“, fasst Burgmayr zusammen.

Den rasanten Anstieg der Mitglieder erklärt sich der VdK-Kreisgeschäftsführer Kristian Müller durch den steigenden Beratungsbedarf in den Kreisgeschäftsstellen. Von Januar bis Ende September 2021 seien 258.793 Sozialrechtsberatungen in den bayrischen VdK-Geschäftsstellen durchgeführt worden. Die Beratungen haben telefonisch oder persönlich stattgefunden. Gegenüber demselben Zeitraum in 2020 sei das eine Steigerung von 2,7 Prozent.

Die drei Säulen des VdK

Im Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach sind dieses Jahr von Januar bis September insgesamt 4.127 Beratungen durchgeführt worden. Laut Müller entspricht das einer Steigerung von rund 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Diese Zahlen zeigen, dass die Corona-Pandemie viele Menschen in persönliche Nöte gebracht hat.“

Vor allem die Berater in den Kreisgeschäftsstellen würden Tag für Tag spüren, dass die Krise deutliche Spuren hinterlasse, erklärt Müller weiter. „Deswegen sind nach wie vor kompetente Sozialrechtsberatung, engagiertes Ehrenamt und sozialpolitische Schlagkraft die drei Säulen des VdK.“

12.000. VdK-Mitglied ist aus Gmund

„Das Gesamtpaket überzeugt auch immer mehr junge Menschen im Freistaat“, erklärt Burgmayr. Etwa die 35-jährige Anja Renner aus Gmund am Tegernsee. Sie wurde das 12.000. VdK-Mitglied im Verband. „Der erfolgreiche Kampf um soziale Gerechtigkeit hat mich ebenso dazu bewegt Mitglied zu werden, wie Werte des sozialen Miteinanders, Solidarität und Menschlichkeit“, sagt Renner: „Ich findet es gut, einen starken Partner an meiner Seite zu wissen, wenn es um sozialrechtliche Angelegenheiten geht.“

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