Wasser-Grafitti und Flying Fox

Mittelschüler liefern Ideen zur Umgestaltung der Altstadt

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Lehrer Andreas Breunig (2. v. r.) betreute die Gruppenarbeiten der Mittelschüler, die nun öffentlich präsentiert werden.

Wolfratshausen – Im Herbst des vergangenen Jahres begann der Bürgerbeteiligungsprozess zur Aufwertung der Altstadt, an dem sich zunächst nur wenige Jugendliche beteiligten. Diese Lücke schlossen nun Acht- und Neuntklässler der Mittelschule am Hammerschmiedweg.

Rund eine Stunde lang präsentierten die Teenager vor Kurzem im Sitzungssaal des Rathauses ihre Ideen. Bürgermeister Klaus Heilinglechner, Stadtmanager Dr. Stefan Werner und Schulentwicklungsreferent Fritz Meixner zeigten sich von den Gruppenarbeiten beeindruckt. Dabei haben die Schüler unter Anleitung ihres Lehrers Andreas Breunig zunächst sieben markante Standorte in der Innenstadt besucht und fotografiert. „Danach waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt“, erklärte Breunig. So entstanden Collagen, Modelle und eine Powerpoint-Präsentation. Gewünscht wurde etwa ein Fitnessparcours mit fest installierten Geräten, Boxsack und Trinkbrunnen am östlichen Loisachufer sowie moderne Sitzinseln mit Bänken und Tischen auf Holzpodesten am Marienplatz, im Rathausinnenhof und am Schwankl-Eck. Am Westufer der Loisach könnte ein Pavillon mit Lichterkette abends neue Aufenthaltsqualität schaffen. Zudem regte eine Gruppe den Bau einer großen runden Mauer mit umlaufender Sitzgelegenheit an. Standort könnte das gegenüberliegende Loisachufer neben dem Boule-Platz sein. Auf dem Parkplatz vor dem Heimatmuseum könnte eine Grünfläche mit Klettergerüst, Sitzgelegenheiten und einer Lagerfeuerstelle entstehen. Schwer umsetzbar erscheint die Errichtung eines sogenannten „Flying Fox“, der sich wie eine Drahtseilrutsche über die Loisach spannt. „Das müsste noch mit dem Wasserwirtschaftsamt abgeklärt werden“, gab Heilinglechner zu denken. Gut gefiel ihm die abschließende Powerpoint-Präsentation von Julius Max. Der Schüler stellte eine mit vielen LED-Lämpchen ausgestattete „Wasser-Graffiti-Wand“ vor. „Kommen die Lampen mit dem Wasser in Berührung, leuchten sie“, erklärte er. Zudem könne auf der Wand mit Pinseln, Wasserspray oder nassen Händen gezeichnet werden. „Sowas kannte ich vorher noch gar nicht“, zeigte sich Stadtmanager Dr. Stefan Werner beeindruckt. Zudem schlug Max einen Bodenbrunnen, ein Büchertauschregal und behindertengerechte Wasserspender vor. Die Ideen der Schüler sollen mit denen der Erwachsenen im nichtöffentlichen Machbarkeitsworkshop, der am 28. Februar in der Stadtbücherei stattfinden wird, berücksichtigt werden. Die Gruppenarbeiten sind derzeit im Erdgeschoss der Stabsstelle des Stadtmanagements am Loisachufer 2 zu sehen. Peter Herrmann

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