Mehrere Brände im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen: Schaden geht in die Millionen 

Möglicher Feuerteufel am Werk: Kripo ermittelt zu vier Bränden im Landkreis

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Feuer in den Gemeinden Reichersbeuern, Dietramszell, Wolfratshausen und Egling: allesamt innerhalb kurzer Zeit. Nun ermittelt die Kripo, ob ein Zusammenhang besteht und die Brände bewusst gelegt wurden. 

Landkreis - Innerhalb von zwei Tagen brachen in vier Gemeinden im Landkreis mehrere Brände unterschiedlichen Ausmaßes aus. Zur Klärung der Brandfälle und eines möglichen Zusammenhangs wurde von der Staatsanwaltschaft München II bei der Kriminalpolizei Weilheim die Ermittlungsgruppe „Isar“ gegründet.

Vier Brände in zwei Tagen: Zufall oder gezielt von einem Feuerteufel gelegt? Eins steht indes schon fest: der Sachschaden an den Gebäuden geht nach ersten Einschätzungen der Polizei in die Millionen. "Glücklicherweise wurde bei keinem der vier Brände jemand verletzt", betont Carolin Hohensinn, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Aufgrund des engen zeitlichen und örtlichen Zusammenhangs wurde in Absprache mit der Staatsanwaltschaft München II bei der Kriminalpolizei Weilheim nun die Ermittlungsgruppe „Isar“ gegründet. Nach aktuellem Ermittlungsstand kann in allen vier Fällen eine vorsätzliche Brandlegung nicht ausgeschlossen werden. "Die Ermittlungen der Brandfahnder laufen derzeit auf Hochtouren und in alle Richtungen." 

Wie berichtet, brach am Montagmorgen (4. Mai) gegen 3.40 Uhr ein Brand auf dem Gelände eines Biomasse-Kraftwerks im Engen-Gasteig-Weg in Reichersbeuern aus, bei welchem das Kraftwerk selbst und zwei Lagerhallen für Hackschnitzel zerstört wurden. Die Schadenshöhe dürfte in die Millionenhöhe gehen. "Aufgrund des enormen Schadens war eine Begehung des Brandortes für die Kripo Weilheim erst einen Tag später möglich", berichtet  Hohensinn.

Am Montagabend dann ein weiteres Feuer: kurz nach 22 Uhr kam es bei Dietramszell am Weiler Spöttberg zu einem Brandausbruch an einem Hackschnitzellager. "Dieser wurde glücklicherweise in einem frühen Stadium von Anwohnern bemerkt, so dass das schnelle Eingreifen der Feuerwehr Schlimmeres verhindern konnte", betont Hohensinn weiter. Der Schaden beläuft sich auf dort auf 5.000 Euro.

Am Mittwoch (6. Mai) dann die nächste Feuerstelle: um 4.50 Uhr brannte ein Wohn- und Geschäftshaus an der Geltinger Straße in Wolfratshausen. "Nach ersten Erkenntnissen brach ein Feuer an zwei Mülltonnen aus, die am Haus standen - die Flammen griffen auf dann auf den Dachstuhl über", so Hohensinn. Die Schadenshöhe dürfte hier im niedrigen sechsstelligen Bereich liegen.

Knapp zwei Stunden später, gegen 6.30 Uhr, fielen dann eine Sitzbank und ein Batteriecontainer auf einem Betriebsgelände am Gewerbering in Egling dem Feuer zum Opfer. Der Grundstückseigentümer bemerkte das Feuer und konnte dieses selbst rasch ablöschen. Der Sachschaden in diesem Fall ist derzeit noch nicht bekannt. dwe

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