Schneelasten überprüfen

Möglicher Wintereinbruch: Landratsamt richtet Appell an Hausbesitzer

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Rettungskräfte werden zum Schneeschaufeln auf Dächern nur eingesetzt, wenn Gefahr in Verzug ist. Private Hausbesitzer müssen sich wenn nötig an Fachfirmen wenden.

Landkreis – Vor einem Jahr rief Landrat Josef Niedermaier den Katastrophenfall aus – denn der Landkreis erstickte nahezu unter den Schneemassen. Mit Blick auf die starken Schneefälle im Januar 2019 bittet das Landratsamt deshalb nun alle Hausbesitzer im Landkreis, im kommenden Winter auf die Schneelasten auf ihren Dächern zu achten und sich wenn nötig um die Räumung der Dächer zu kümmern. So sollen gefährliche Dachlawinen und Schäden am Haus zu verhindert werden.

Hausbesitzer sollten die Schneelasten ihrer Häuser kennen, insbesondere die von vor 1976 gebauten Wohnhäusern, heißt es seitens der Kreisbehörde. Erst nach 1976 wurde eine bundesweite geltende Schneelastnorm eingeführt. Die Empfehlung: frühzeitig darüber nachdenken, wie Dächer geräumt werden können, wenn die Dachlasten erreicht werden. Spätestens wenn die maximal zulässige Schneelast erreicht werde, sollte das Dach vom Schnee geräumt werden. Der Eigentümer oder Verfügungsberechtigte habe in eigener Verantwortung zu entscheiden, ob das Dach vorsorglich von Altschnee befreit werden muss, so Marlis Peischer, die Pressesprecherin im Landratsamt.

Erste Anzeichen würden sich dann zeigen, wenn sich Balken sichtbar durchbiegen oder Fugen an Übergängen von Deckenbekleidungen aufgehen würden. Warnzeichen seien auch Risse in Verkleidungen oder klemmende Türen und Fenster. „Vor allem im Obergeschoss empfiehlt es sich, auf diese Anzeichen zu achten.“ Wenn diese auftreten, sollte der Schnee auf dem Dach von Fachleuten geräumt werden. Auch bei geräumten Schneedecken sollte das Dach von außen kontrolliert und gegebenenfalls repariert werden. Das Freiräumen der Dächer stelle grundsätzlich eine Pflicht des Hausbesitzers dar und sei nicht Aufgabe der Feuerwehren, anderer Hilfsorganisationen oder der Behörden, so Peischer. Diese falsche Erwartungshaltung sorgte im vergangenen Januar immer wieder zu Missmut gegenüber den eingesetzten Rettungskräften. tka

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