Eine Frau wurde erheblich verletzt

Münsing/München: Glatte, nasse Fahrbahn sorgt für schwere Unfälle

Ein Polizeiwagen weist auf einen Unfall hin. (Symbolbildsammlung)
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Ein Polizeiwagen weist auf einen Unfall hin. (Symbolbild)
  • Viktoria Gray
    vonViktoria Gray
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A 95: München/Münsing - Gleich zwei schwerere Unfälle beschäftigten am Montag, 12. April, die Verkehrspolizeiinspektion Weilheim.

Gegen 8.20 Uhr fuhr laut Verkehrspolizeiinspektion Weilheim ein 39-jähriger Eurasburger mit einem VW Amarok (mit Anhänger) die A 95 in Fahrtrichtung München. Als sich der Mann gerade im zweispurigen Bereich der Anschlussstelle München-Kreuzhof auf der rechten Spur befand, zog plötzlich vor ihm ein bis dato unbekanntes silbernes Fahrzeug von der linken auf die rechte Spur. Der Amarok Fahrer musste daraufhin stark abbremsen um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Sein Gespann geriet dann leicht ins Schleudern und befand sich kurzzeitig auf der linken Fahrspur. Eine 45-jährige Münchnerin, die in einem Opel Astra saß, berührte dann den Wagen des Eurasburgers.

Münchnerin verlor Kontrolle

Die Opel-Fahrerin verlor anschließend die Kontrolle über ihr Fahrzeug, stieß gegen die Mittelschutzleitplanke und fuhr sogar für kurze Zeit lediglich auf den beiden linken Reifen. Dann geriet sie nach rechts, wo es zur Kollision mit dem VW Amarok kam. Wie die Polizei berichtet, wurde die Opel-Fahrerin erheblich verletzt, so dass sie mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Der VW-Fahrer hingegen wurde leicht verletzt und begab sich selbständig in ambulante Behandlung; sein 51-jähriger Beifahrer (aus Geretsried) blieb unverletzt.

Fahrbahn war für eineinhalb Stunden gesperrt

„Der Unfall verursachende silberne Pkw hingegen, fuhr, ohne sich um den verursachten Schaden gekümmert zu haben, unerlaubt weiter“, berichtet Polizeihauptkommissar Julius Metz. An den beiden geschädigten Fahrzeugen, die nicht mehr fahrbereit waren und abgeschleppt werden mussten, entstand Schaden in Höhe von insgesamt mindestens 25.000 Euro. An der Mittelschutzplanke wurde ein Feld beschädigt; ebenso entstand ein leichter Schaden am Fahrbahn-Belag (Schadenshöhe hier: ca. 1.000 Euro). Die Berufsfeuerwehr München war zu Absperrmaßnahmen mit einem Fahrzeug (5 Einsatzkräfte) vor Ort. Während der Unfallaufnahme war die linke Fahrspur für circa eineinhalb Stunden gesperrt, wobei der Verkehr über die rechte Spur und den Standstreifen an der Unfallstelle vorbei geleitet wurde.

Polizei bittet um Hinweise

Die Verkehrspolizeiinspektion (VPI) Weilheim bittet um Hinweise bzgl. dem unbekannten und flüchtigen silbernen Pkw, von dem momentan keine nähere Beschreibung vorliegt. Hinweise können telefonisch unter Tel. 0881 / 640 -302 gemeldet werden.

Zweiter Unfall bei Münsing

Gut zwei Stunden später kam es zu einem weiteren Unfall auf der A 95. Hier war gegen 10.30 Uhr, ein 48-jähriger Murnauer mit einem Porsche 911 in Fahrtrichtung Garmisch-P. unterwegs. Als er gerade einen Lkw überholt hatte und sich noch auf der linken Fahrspur befand, verlor er, aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf der regennassen Fahrbahn, die Kontrolle über sein Fahrzeug und rutschte anschließend ins Heck eines auf der rechten Fahrspur befindlichen Opel Astra, der von einem 24-Jährigen aus dem Landkreis Bayreuth gelenkt wurde.

Porsche landet in Leitplanke

Während anschließend der Porsche direkt nach rechts in die Leitplanke schleuderte und am Seitenstreifen in Fahrtrichtung zum Stehen kam, hatte sich der Opel noch mehrmals um die eigene Achse gedreht, ehe er ebenfalls an die rechte Leitplanke krachte und dort, entgegen der Fahrtrichtung, ebenfalls zum Stillstand kam.

Bilanz des Zusammenstoßes

Beide Fahrer sowie der 47-jährige Beifahrer des Opel-Fahrers kamen leicht verletzt mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus, heißt es von der Polizei. An beiden Fahrzeugen, die beide nicht mehr fahrbereit waren und deshalb abgeschleppt werden mussten, entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden – beim Porsche beziffert dieser sich auf circa 100.00 Euro und am Opel Astra auf rund 8.000 Euro. Zudem wurden zehn Felder der rechten Schutzplanke beschädigt (ca. 3.500 Euro Schaden). Anzumerken ist laut Polizei noch, dass die erlaubte Höchstgeschwindigkeit im Bereich der Unfallstelle auf „80 km/h bei Nässe“ beschränkt ist.

„Gegen den Porsche-Fahrer werden Ermittlungen wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung eingeleitet“, berichtet Metz abschließend.

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