Pläne zum Pallaufhof werden vorgestellt

Bezahlbaren Wohnraum schaffen

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Bürgermeister Michael Grasl liegen zwei unterschiedliche Planungsvarianten zum Pallaufhof-Wohnquartier vor.

Münsing – Am Mittwoch, 21.November, stellt das Büro „arc architekten“ im Gemeindesaal einen Alternativentwurf zu einem neuen Wohnquartier auf dem südlichen Teil des Pallaufhofgeländes vor. Es soll bezahlbares Wohnen für Einheimische geschaffen werden.

Im Rahmen einer Pressekonferenz erläuterte Bürgermeister Michael Grasl anhand eines Miniatur-Modells, was die Bürger während des Informationsabends erwartet. Im Gegensatz des bereits vor einem Jahr vorgestellten Rahmenkonzepts des Münchner Architekturbüros Büros Goergens, Miklautz & Weigl sieht der Alternativentwurf zwei größere am First beleuchtete Baukörper vor, unter deren Dach mehrere Wohneinheiten untergebracht werden können. Je nach Nachfrage können auf diese Weise Familienhäuser, Appartements oder auch Wohnungen entstehen. „Die Wohneinheiten sollen bevorzugt jungen und alten Einheimischen und nicht Bestverdienern zur Verfügung stehen. Bezahlbarer Wohnraum in kleineren Einheiten wird auch in Münsing immer mehr nachgefragt“, erklärte Grasl. Ob die Gemeinde einen Verkauf, eine Art Erbbaurecht oder Vermietung beziehungsweise eine Kombination aus allem vorsieht, bleibt der weiteren Entscheidung des Gemeinderates nächstes Jahr vorbehalten. Neu an dem von Manfred Brennecke und Michael Leidl entworfenen Konzept ist eine bedarfsgerechte Planung, die nachfrageorientiert ausgelegt ist. Eine Bauherrengemeinschaft könnte sich unter diesem großen Dach auf gemeinsame Qualitäten einigen, so dass nicht der Charakter eines Reihenhauses mit individuellen Gestaltungen entsteht. Dabei wird angestrebt, dass sich die künftigen Miteigentümer auf ein bauliches, energetisches und nutzungstechnisches Grundkonzept einigen. Die Erschließung (Straße, Wasser, Kanal, Nahwärme) erfolgt über die Gemeinde. Als eine der größten Herausforderungen bezeichnete Grasl indes die Schaffung von Stell- und Parkplätzen. „Gerade bei Großveranstaltungen im Gemeindesaal oder bei gut besuchten Beerdigungen am Friedhof geraten wir schnell an unsere Grenzen“, befürchtet der Münsinger Ratshauschef. Zudem verlange die Konzentration von vielen Wohneinheiten auf relativ engem Raum ein Höchstmaß an Kooperationsbereitschaft und die Reduzierung der eigenen Interessen. Michael Grasl sieht nun mit gespannter Erwartung dem Bürgerinformationsabend am 21. November sowie der öffentlichen Ausstellung des Modells am darauffolgenden Donnerstag, 22. November, im Rathaus (Zeit: 14 bis 20 Uhr) entgegen. „Die öffentliche Resonanz auf die ortsplanerische Idee ist der Gemeinde sehr wichtig. Davon beeinflusst, werden wir Anfang 2013 entscheiden, welche Variante wir bevorzugen“, kündigte Grasl an. Peter Herrmann

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