40 Jahre und kein bisschen leise

Musikschule feiert Jubiläum mit abwechslungsreichem Festakt

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Musikschulvorsitzende Dr. Carmen Rieth (l.) ehrte die musikpädagogische Leiterin Sabine Beyer, die sich vor 30 Jahren der Musikschule anschloss. Seit 40 Jahren ist Gründungsmitglied Wolfgang Schiwietz dabei.

Geretsried – 1979 schlossen sich 70 engagierte Eltern zusammen, um die erste Musikschule in Geretsried zu gründen. Damals unterrichteten 15 Lehrer rund 500 Schüler. Mittlerweile haben sich diese Zahlen verdoppelt. Grund genug, das 40-jährige Bestehen mit einem musikalischen Festakt zu feiern.

„Die Musikschule ist erwachsen geworden und hat etwas aus sich gemacht“, bilanzierte Dr. Carmen Rieth. Die erste Vorsitzende der Musikschule verwies in ihrer Rede auf eindrucksvolle Zahlen. Demnach kommen derzeit rund 1.000 Schüler im Alter von einem Jahr bis zu 81 Jahren in die Räume an der Adalbert-Stifter-Straße. Unterrichtet werden sie von über 30 Lehrern in elf Fachbereichen. Die beliebtesten Instrumente in diesem Jahr sind die Gitarre mit 143 und das Klavier mit 116 Anmeldungen. Über 70 Kinder beteiligen sich an den Kursen der musikalischen Früherziehung und 51 nehmen Blockflötenunterricht.

Einer der ersten Geretsrieder Musikschüler war der heutige Bürgermeister Michael Müller. An seinen Flötenunterricht denkt er jedoch mit gemischten Gefühlen zurück und erinnerte belustigt an seine barocke Griffweise. „Ich habe damals wohl eher improvisiert“, zeigte er sich selbstkritisch. Die kaufmännische Schulleiterin Sabrina Schwenger dankte ihm und den erschienenen Stadträten für die finanzielle Unterstützung. Diese Hilfe sicherte schon der 1979 amtierende SPD-Bürgermeister Heinz Schneider der ersten Musikschulvorsitzenden Marianne Klaus zu. Sie wurde in den 1980er Jahren von der 2012 an Krebs verstorbenen Ingrid Obser abgelöst. „Wenn Ingrid Obser die Mutter der Musikschule war, warst du die Patin“, würdigte Rieth die Verdienste von Klaus. Damals wie heute bemühte sich der Vorstand der Musikschule um die Kooperation mit Kindergärten, Schulen und der Volkshochschule. „Wir wollen eine Bildungsstätte für alle Menschen sein“, betonte Rieth. So werden mittlerweile auch behinderte Menschen unterrichtet.

Selbstverständlich zeigten beim rund zweistündigen Festakt Lehrer und Schüler ihr Können. Angefangen von einem Auszug aus dem Kindermusical „Zirkus Furioso“ über das anspruchsvolle Quartett d-moll aus der Tafelmusik von Georg Philipp Telemann (zu hören war das Andante & Allegro), den „Modern Man Waltz“ des Blechbläserensembles bis hin zu einem von Martin Ruppenstein an der Gitarre dargebotenen Popmedley aus dem Jahre 1979 bekamen die rund 70 Festgäste einiges geboten. Ehrungen von langjährigen Lehrern rundeten die Feierlichkeiten ab. Ausgezeichnet wurden unter anderem Gründungsmitglied Wolfgang Schiwietz (40 Jahre bei der Musikschule) sowie die musikpädagogische Leiterin Sabine Beyer (30 Jahre). Peter Herrmann

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