Höherer Zuschuss für Musikschule

Bildungseinrichtung erhält künftig 463.500 Euro pro Jahr

Etwa 1.000 Schüler und Schülerinnen aller Altersgruppen werden derzeit an der Geretsrieder Musikschule unterrichtet.
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Gemeinsames Singen: Etwa 1.000 Schüler und Schülerinnen aller Altersgruppen werden derzeit an der Geretsrieder Musikschule unterrichtet.

Geretsried – In seiner jüngsten Sitzung bewilligte der Haupt- und Finanzausschuss einen Antrag auf Erhöhung des jährlichen Zuschusses für die Musikschule. Zu den bisher gezahlten 281.000 Euro kommen nun 162.500 Euro hinzu.

Um auch weiterhin am Standort Geretsried eine anspruchsvolle musikalische Ausbildung anbieten zu können, strebt die Musikschule eine Angleichung der Lehrergehälter an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) an. So soll die Konkurrenzfähigkeit zu den umliegenden Musikschulen in Wolfratshausen, Starnberg, Weilheim und München gewährleistet bleiben. Im laufenden Haushaltsjahr wendet die Musikschule rund 686.000 Euro für Lehrergehälter auf.

Bürgermeister Michael Müller (CSU) schlug vor, die Gehaltszahlungen an den Tarif im öffentlichen Dienst anzupassen. Wenn die Stadt dabei auch die Sozialversicherung, Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld und die sogenannte Ballungsraumzulage übernommen hätte, wären dadurch Kosten von jährlich rund 186.000 Euro entstanden. Martina Raschke (Grüne) und Hans Hopfner (SPD) äußerten Bedenken, dass diese hohe Summe bei anderen Vereinen Begehrlichkeiten wecken könnte. Kulturreferent Hans Ketelhut (CSU) hält einen hohen Zuschuss jedoch für angemessen. „Es wäre schlecht, wenn wir diese Zulagen nicht gewähren, weil dann die Lehrer zu anderen Musikschulen abwandern“, erklärte er.

Dritter Bürgermeister Gerhard Meinl gab ihm recht. „Gerade in der jetzigen Corona-Zeit wäre ein positives Signal für die Musiker wichtig“, befand er. Meinl stellte den Antrag, die Zuschüsse um 162.500 Euro zu erhöhen. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus den 82.500 Euro, die die Musikschule ursprünglich beantragt hatte, aus 60.000 Euro für die Ballungsraumzulage und einem zusätzlichen Beitrag von 20.000 Euro. Meinl erinnerte an die Tradition der jungen Stadt Geretsried, die ihr Wirtschaftswachstum auch dem Fleiß der Instrumentenbauer zu verdanken habe. Am Ende befürworteten fast alle Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses Meinls Antrag. Martina Raschke (Grüne) verweigerte ihre Zustimmung. Peter Herrmann

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