Zweiter Gleitschirm-Unfall in dieser Woche

Nach 70-Meter-Sturz am Brauneck mit leichten Verletzungen davongekommen

Die Lenggrieser Bergwacht versorgt den verletzten Patienten und sichert ihn für den Hubschraubertransport.
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Die Lenggrieser Bergwacht versorgt den verletzten Gleitschirmflieger und sichert ihn für den Hubschraubertransport.
  • Daniel Wegscheider
    vonDaniel Wegscheider
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Lenggries - Ein Gleitschirmpilot stürzt rund 70 Meter über felsiges Gelände ab: Der 53-jährige Tölzer wurde von der Bergwacht geborgen und per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Wieder ist ein Gleitschirmflieger abgestürzt: Am Mittwochnachmittag (25. Februar) erwischte es einen 53-jährigen Tölzer, der oberhalb der Stiealm am Brauneck verunglückte. Einen Tag zuvor verunglückte bereits eine Frau mir ihrem Schirm unterhalb der Streidlalm. Sie musste ihn einer Fichte notlanden.

Wie Lenggries Bergwacht-Sprecherin Lina Feile berichtet, ging gegen 13 Uhr der Alarm ein: Ein Gleitschirmflieger im Thermik-Flug musste über den Felswänden oberhalb der Stiealm gespannten sogenannten Sprengseilen ausweichen. Diese dienen der Lawinenkommission, um dort bei kritischer Schneelage Sprengsätze anzubringen.

Der Pilot berührte jedoch diese Seile mit seinem Schirm und geriet ins Taumeln. „Dem Mann war es danach unmöglich seinen Schirm wieder unter Kontrolle zu bringen“, so Feile. Daraufhin stürzte er rund 70 Meter über felsiges Gelände ab. Wie durch ein Wunder erlitt der 53-Jährige dabei nur leichte Verletzungen.

Drei Lenggrieser Bergretter machten sich umgehend auf den Weg zum Verunglückten. Der Hubschrauber „Christoph Murnau“ landete im Tal, nahm einen Bergretter auf und flog diesen zur Unfallstelle hinauf. Ein weiterer Bergretter der Bergwacht Lenggries fuhr mit dem Skidoo die Piste hoch und kam bis knapp unterhalb des Wandfußes. Den weiteren Weg bis zum Patienten trat er zu Fuß an. Ein dritter ehrenamtliche Bergretter stieg den Grad des Latschenkopfes auf, um von dort weiter zum Patienten abzusteigen.

Der Verletze wurde von den vier Bergwachtlern gesichert und in einen zur Rettung im Gelände und durch den Hubschrauber nötigen Luftrettungssack verpackt. Da die Bergung per Winde so nah an der Felswand zuerst nicht möglich war, wurde der Gleitschirmflieger 30 Meter weiter zu einem geeigneteren Platz durch die Bergretter abgeseilt. „Dort konnte er durch den Christoph Murnau aufgenommen und in ein Krankenhaus geflogen werden“, berichtet Feile. dwe

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