Kripo Miesbach klärt Vermisstenfall auf

Nach neun Jahren wird Marion K. tot gefunden

+
Mit Sonartechnik suchte die Polizei im Isarstausee nach der vermissten Tölzerin Marion K. – ergebnislos. Nun wurde ihre Leiche gefunden. 

Bad Tölz/Bayrischzell – Neun Jahre ist es her, dass Marion K. spurlos aus Bad Tölz verschwunden ist. Eine wochenlange Suche blieben ergebnislos, auch ein Gewaltverbrechen wurde nicht ausgeschlossen, wenngleich sich keine Hinweise dazu verdichteten. Nun herrscht traurige Gewissheit: Marion K. ist tot, eine Sennerin fand ihre sterblichen Überreste in unwegsamen Gelände des Seebergkopfgebiets bei Bayrischzell (Kreis Miesbach).

Eine Sennerin macht sich am 1. September im Seebergkopfgebiet auf die Suche nach einem verschollenen Jungtier. Sie wird fündig. Allerdings entdeckt sie in unwegsamen, steilen Gelände sterbliche Überreste eine Menschen. Es sind die Gebeine von Marion K. Die Tölzerin gilt seit 5. Oktober 2010 als verschollen.

Die Sennerin kontaktiert umgehend die Polizei, die Kripo Miesbach übernahm die Untersuchung und die Identifizierung. Nun steht fest: Es handelt sich um die einst 50-Jährige, der Vermisstenfall aus dem Jahr 2010 ist damit aufgeklärt. Bei einer Untersuchung im Institut für Rechtsmedizin in München konnte nun die Identität der Leiche zweifelsfrei festgestellt werden. Für die Angehörigen herrscht nach knapp neun Jahren nun endlich traurige Gewissheit.

Zur Erinnerung: K. war am 5. Oktober 2010 nicht am Arbeitsplatz in Lenggries erschienen, ungewöhnlich für die sonst zuverlässige Altenpflegerin. Eine Kollegin kann K. auch nicht in deren Wohnung auffinden, ebenso wenig der daraufhin kontaktierte Lebensgefährte. Die Polizei wird eingeschalten, eine große Suchaktion – auch mittels Sonargeräten im Stausee bei Bad Tölz – läuft an: ergebnislos. Die Polizei schließt ein Verbrechen nicht aus, will aber keinen Zusammenhang mit dem Täter vom Brauneck konstruieren, der im November 2006 dort eine 67-jährige Wanderin überfallen und an einen Baum gefesselt ihrem Schicksal überlassen hatte. Jetzt steht fest, dass die Polizei damit richtig lag. „Denn die kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergeben keinerlei Hinweise auf ein Verbrechen oder Fremdverschulden“, so Carolin Hohensinn, Pressesprecherin vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd in Rosenheim. tka

Auch interessant

Meistgelesen

Landtagsabgeordneter von Google-Street-view-Auto angefahren
Landtagsabgeordneter von Google-Street-view-Auto angefahren
Wiederauflage von „Grün kaputt“ im Kloster Beuerberg zu sehen
Wiederauflage von „Grün kaputt“ im Kloster Beuerberg zu sehen
Unternehmerfamilie Tien will Vier-Sterne-Hotel auf Wackersberger Höhe errichten
Unternehmerfamilie Tien will Vier-Sterne-Hotel auf Wackersberger Höhe errichten
Stadt Bad Tölz stellt Planung zum Baugebiet „Hintersberg II“ (Zwickerwiese) vor
Stadt Bad Tölz stellt Planung zum Baugebiet „Hintersberg II“ (Zwickerwiese) vor

Kommentare