Nachhaltige Mobilität

Stadt stellt Radroutenkonzept im Bau- und Umweltausschuss vor

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Radwege wie am Loisachufer sind nicht überall durchsetzbar. Deshalb setzt sich Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Mitte) für Schutzstreifen ein.

Wolfratshausen – Einen von Bauamtsleiterin Susanne Leonhard erstellten Sachstandsbericht zum Radverkehr gab Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen) am Ende der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses bekannt.

Demnach wurde im vergangenen Jahr das Förderprogramm „Nachhaltige Mobilität“ sehr gut angenommen, sodass die die zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel in Höhe von 80.000 Euro bereits kurz nach den Sommerferien voll ausgeschöpft waren. Für 2020 hat der Stadtrat den Ansatz auf 100.000 Euro angehoben. Zudem soll noch in diesem Jahr über die „Bike + Ride-Offensive“ der Deutschen Bahn die Erneuerung und Erweiterung der Fahrradabstellanlage am Bahnhof erfolgen.

Zeitnah soll auch ein Schutzstreifen auf der Sauerlacher Straße markiert werden. In Zusammenarbeit mit der Polizei, dem ADFC, dem Landratsamt und dem staatlichen Bauamt in Weilheim wird außerdem geprüft, ob vor Wolfratshauser Ampeln Radaufstellflächen geschaffen werden können. Darüber hinaus erfolgte durch den Erlass einer Satzung der Bayerischen Bauordnung eine rechtliche Gleichstellung des Nachweises von Fahrradabstellplätzen mit dem Nachweis von Kfz-Stellplätzen. „Diese Regelung ist nun im gesamten Stadtgebiet gültig, soweit nicht in rechtsverbindlichen Bebauungsplänen andere Regelungen getroffen sind“, heißt es im aktuellen Radroutenkonzept.

Neu ist dabei die Forderung nach einem bestimmten Anteil an Abstellplätzen für Lastenräder. Dass es in Wolfratshausen viele Radfahrer gibt, bewies unter anderem die hohe Beteiligung am interkommunalen Stadtradeln. So legten im Vorjahr 270 Fahrradfahrer in 22 Teams insgesamt 68.295 Kilometer zurück. Aufgrund der Corona-Krise soll diese ursprünglich für den Sommer geplante Veranstaltung nun erst im Oktober dieses Jahres stattfinden.

Das Stadtradeln zählt zu den allgemeinen Maßnahmen des Radverkehrs, für das die Stadt 2020 ein Budget von 5.000 Euro eingeplant hat. Weitere 100.000 Euro werden in das Förderprogramm „Nachhaltige Mobilität“ investiert. Insgesamt 201.700 Euro sind für die Erweiterung und Verbesserung von Fahrradabstellanlagen einschließlich Beleuchtung vorgesehen. Peter Herrmann

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