Musikalischer Groß-Wandertag

„Nacht der Blauen Wunder“ bringt einmal mehr die Tölzer in Bewegung

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Die Stimmung in den Tölzer Bars war bei der Nacht der blauen Wunder wieder einmal am Kochen.
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Die Stimmung in den Tölzer Bars war bei der Nacht der blauen Wunder wieder einmal am Kochen.
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Die Stimmung in den Tölzer Bars war bei der Nacht der blauen Wunder wieder einmal am Kochen.
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DieStimmung in den Tölzer Bars war bei der Nacht der blauen Wunder wieder einmal am Kochen.

Bad Tölz – Einmal im Jahr gibt’s in der Tölzerstadt ein besonderes Phänomen zu beobachten. Auch in der Nacht zum vergangenen Sonntag, als wieder die „Nacht der Blauen Wunder“ angesagt war, übrigens bereits zum 17. Mal in ununterbrochener Reihenfolge. Von einem Augenblick auf den anderen waren die Straßen der Innenstadt mit hunderten von Menschen gefüllt und eine halbe Stunde später war es ebenso unvermittelt nahezu menschenleer. Und dieses Prozedere wiederholte sich im halbstündigen Rhythmus. So lange dauerte das jeweilige Musikprogramm in den einzelnen Lokalitäten, anschließend blieb der gleiche Zeitraum, um ein anderes Etablissement aufzusuchen.

Wer sich rechtzeitig ein Eintritts-Bändchen besorgt hatte konnte da in 13 verschiedenen Lokalen und Kneipen Live-Musik genießen, im halbstündigen Wechsel. Die aktuelle Ausgabe der „Blauen Wundernacht“, die wiederum von der Erdinger Kultur GmbH „Sinnflut“ veranstaltet worden war, war einmal mehr ein voller Erfolg. Und wer da zu spät kam, hatte einfach Pech. Wie etwa ein Pärchen, das zwar im „Jailhouse“ saß, sich aber an der „Musik-Tour“ nicht beteiligen konnte, da eben ohne Bändchen, kein Einlass an den diversen Spielorten. „Nach den Vorgaben der Stadt Bad Tölz dürfen wir 1500 Bändchen verkaufen. Und die sind alle weg“, bestätigte da Organisationschef Peter Feller etwa eineinhalb Stunden nach Öffnung der zentralen Hauptkasse in der unteren Marktstraße.

Und nahezu alle Veranstaltungsorte waren dann auch gut bis übervoll besucht. Vor allem in den kleineren Etablissements hätte nicht einmal mehr eine Stecknadel umfallen können. Dabei setzten viele Gastronomen auch heuer auf Bewährtes: Im „Shelter“, dem ehemaligen Mühlfeldkeller, bot Benny Oko samt Band wie schon im Vorjahr Reggae vom Feinsten, im „Groovy Sue“ in der Karwendelsiedlung brachte erneut die heimische Formation Punkt vier mit Funk, Pop und Soul das Publikum in Stimmung und das „Jailhouse“ setzte wie gewohnt auf kernigen Rock’n’Roll, zwar mit abwechselnden Bands, aber eben stets im Oldie-Stil. Bereits zum elften Mal in Folge füllte schließlich Erik & The Peacemakers den „Saloon Nr. 2“ in der Lenggrieser Straße. „Da passt einfach alles, die Western & Country-Klänge der Gruppe ausgezeichnet zum Ambiente meines Lokals“, strahlte da Wirt Sepp Schnaderbeck.

Es dürften in erster Linie auch die diversen musikalischen Stilrichtungen sein, die einen großen Teil des Erfolgs dieser Veranstaltungsreihe ausmachen. Etwa klassischer Jazz im „Pistolero“ im Moraltpark oder aber aktueller Partysound im „Gasthaus-Keller“ mit Uncle Beat. „Da ist für jeden etwas dabei“, so der Kommentar einer „Wanderer-Gruppe“: „Vor allem gefällt uns sehr gut, dass dabei, ganz bunt gemischt, von ganz jung bis ziemlich ergraut alle zusammen fröhlich feiern können.“

Ein weiteres Erfolgsgeheimnis der „Nacht der Blauen Wunder“ verriet dann eine offensichtlich gut situierte Dame mittleren Alters: „Absolut erstaunlich, was es in der Tölzerstadt alles an kleinen Kneipen und Lokalen gibt. Ich war in einigen, in die ich im Normalfall keinen Fuß über die Schwelle gesetzt hätte. Heute macht es aber richtig Spaß.“ Und auch für den bequemen Transport der Musikfans war mit einem Partybus bestens gesorgt, der unentwegt seine Runden durch die Samstagnacht der Tölzerstadt drehte. ejs

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