Neue Fernwärmeanschlüsse

Netzwerksanierung betrifft Jahnstraße / Kein Angebot für Heizungsbau und Elektrik

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Das Eisstadion wird derzeit saniert und soll 2020 an das Fernwärmenetz angeschlossen werden.

Geretsried – Bereits im März 2018 beschloss der Haupt- und Finanzausschuss, das Mehrzweckgebäude Isarau, das Schützenheim und das Eisstadion ans Fernwärmenetz der Stadt anzuschließen. Nun vergab der Bauausschuss die Arbeiten für die Netzsanierung.

Die städtische Energiemanagerin Roswitha Foißner wies darauf hin, dass die Heizkessel im Mehrzweckgebäude Isarau und im Schützenheim bereits 30 Jahre alt sind. „Einer der beiden Kessel im Mehrzweckgebäude ist defekt, sodass derzeit keine Ausfallsicherheit mehr besteht. Die Reparatur würde den Austausch der Brenneinheit erfordern“, erklärte Foißner. Sie erinnerte zudem daran, dass das Eisstadion an der Jahnstraße bisher vom alten Hallenbad mit Fernwärme aus den dortigen Gas-Heizkesseln versorgt wird. „Mit der Stilllegung des alten Hallenbads im Sommer 2020 entfällt diese Möglichkeit“, sagte Foißner.

Das mit der Fachplanung beauftragte Ingenieurbüro Sendl erstellte deshalb ein Konzept für den Zusammenschluss der Fernwärmeleitung, den Aufbau der notwendigen Netzpumpen und Druckhaltung für den Netzbetrieb in der Stadtbücherei sowie für den Austausch der Heizkessel und den Einbau der Wärmeübergabestationen. Dabei wurde im Zuge der Grundlagenermittlung im Mehrzweckgebäude Isarau festgestellt, dass der Warmwasserspeicher sowie die Verteilung und Steuerung veraltet sind und zeitnah erneuert werden sollten.

Da bei der Ausschreibung für die notwendigen Arbeiten im Sommer nur ein Angebot für den Rohrbau und keine Angebote für den Tief- und Heizungsbau eingingen, wurden die Ausschreibungen aufgehoben und im September erneut ausgeschrieben. Dabei gab die Firma Kiffer GmbH aus Türkenfeld für den Rohrbau mit 92.820 Euro das günstigste Angebot ab. Den Zuschlag für den Tiefbau erhielt das Unternehmen Iska Schön aus Holzkirchen. Das Angebot lag mit einer Gesamtsumme von 104.367 Euro rund 34 Prozent über der Kostenschätzung.

Nicht vergeben werden konnten die Arbeiten für Heizungsbau und Elektrik. „Obwohl wir 18 Firmen angeschrieben haben, haben wir kein Angebot erhalten“, bedauert Foißner. Die Arbeiten werden nun noch einmal beschränkt öffentlich ausgeschrieben. Sollten erneut keine Angebote eingehen, ist ab Januar eine freihändige Vergabe geplant.

Insgesamt sind für die Maßnahme „Anschluss Fernwärmezentrale“ im Haushaltsjahr 329.000 Euro eingestellt. Für die Sanierung der Heizzentrale im Mehrzweckgebäude Isarau sind 100.000 Euro im Bauunterhalt eingeplant. Mit Ausnahme von Arthur Wolfseher (SPD) stimmten alle Mitglieder des Bauausschusses für die Vergabe der Arbeiten.

Peter Herrmann

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