„Das hat den Durchbruch gebracht“

Neubau der Bergwacht-Rettungswache: Stadt schießt 100.000 Euro zu

Durch Aktionen wie den Verkauf beim Tölzer Christkindlmarkt und durch Spenden hat die Tölzer Bergwacht bislang 690.000 Euro für die neue Rettungswache zusammengebracht. tka

Bad Tölz – Schon seit sieben Jahren müssen die Einsatzkräfte der Tölzer Bergwacht mit einer Rettungswache leben, die aus Containern besteht. Sie stehen neben dem bekannten Ausbildungs- und Trainingszentrum auf der Flinthöhe und sind in die Jahre gekommen. Geplant ist deshalb ein zweigeschossiger Neubau. Im ersten Stock sollen die Einsatzleitzentrale mit Büros, ein Schulungs- und Aufenthaltsraum, eine Küche und Toiletten untergebracht werden. Das Erdgeschoss soll bis zu vier Fahrzeuge, eine Werkstatt und die Ausrüstung der Rettungskräfte beherbergen. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,18 Millionen Euro.

Die Bergwacht selbst hat für das Projekt bislang Eigenmittel von 690.000 Euro zusammengebracht, vor allem aus Spenden und durch Aktionen wie den Verkaufsstand am Tölzer Christkindlmarkt. Außerdem bekommt sie ganz überraschend eine deutliche Förderung aus dem Leader-Programm der Europäischen Union in Höhe von 330.000 Euro. „Das hat den Durchbruch gebracht“, so Kämmerer Hermann Forster in der jüngsten Finanzausschuss-Sitzung. 38.500 Euro zahlen Gemeinden aus dem Umland. Zudem sind Eigenleistungen beim Bau im Wert von 20.000 Euro vorgesehen. Mehr können die ehrenamtlichen Bergretter nicht leisten, da sie ja vor allem in den Bergen im Einsatz sind und keine Maurer oder Zimmerer. Die Stadt gibt einen Zuschuss in Höhe von 100.000 Euro. Dies billigten die Stadträte ohne Gegenstimme. Die Verhältnisse in den Containern schilderte FWG-Stadtrat Martin Harrer, der rund 30 Jahre lang aktives Mitglied der Tölzer Bergwacht war und als passives Mitglied noch immer dabei ist: „Das ist es zu eng und es gibt keinen richtigen Ausbildungsraum.“ Für den Zuschuss der Stadt musste er dennoch nicht werben, die Räte waren überzeugt, dass das Geld gut angelegt ist, da die Bergwacht immer wieder ausrücken muss, um verunfallte oder in Bergnot geratene Wanderer zu bergen.Die Arbeiten an der neuen Rettungswache sollen im April nächsten Jahres beginnen. bo

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