Stadtrat denkt über Sporthalle nach

Neubau soll Vereine entlasten

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Neubau statt Erweiterung: Der Stadtrat denkt über eine neue Sportstätte am Hammerschmiedweg nach.

Wolfratshausen – Bereits vor einem Jahr wurde im Stadtrat die Erweiterung der bestehenden Dreifachturnhalle am Hammerschmiedweg diskutiert. Das Architekturbüro karlundp stellte daraufhin zwei mögliche Varianten vor, die nun abgelehnt wurde. Stattdessen soll ein Neubau geprüft werden.

CSU-Fraktionssprecher Günther Eibl verwies in der jüngsten Stadtratssitzung erneut auf die angespannte Lage bei den vier großen Wolfratshauser Sportvereinen. „Der TSV Wolfratshausen hat bereits einen Aufnahmestopp für Hallensportarten erlassen“, berichtete Eibl. Zudem leiden die DJK Waldram, der BCF Wolfratshausen und der FC Weidach unter den begrenzten Kapazitäten. Das zentral gelegene Areal an der Hammerschmiedschule wäre nach Ansicht der CSU der „optimale Platz“ für einen Neubau. Nach einer bereits vor drei Monaten vorgelegten Schätzung des Architekturbüro „karlundp“ würde die reine Aufstockung des erdgeschossigen, bestehenden Umkleidetraktes der Halle rund 4,7 Millionen Euro kosten. Für einen Abriss des Umkleidetraktes, einen anschließenden Neubau und eine „aufgesattelte“ Sporthalle müssten 5,8 Millionen Euro investiert werden. Diese beiden Varianten lehnte der Stadtrat nun aus wirtschaftlichen Gründen ab. Eibl plädiert für eine zweite Dreifachhalle, die wahrscheinlich zehn bis zwölf Millionen Euro kosten würde. Den Vorschlag des Erzbischöflichen Ordinariats, auf dem Areal des St.-Matthias-Gymnasiums eine Zweifachturnhalle zu errichten, lehnte die CSU ab. „Darin können keine Punktspiele oder Wettbewerbe stattfinden“, gab Claudia Drexl-Weile zu bedenken. SPD-Fraktionssprecher Fritz Meixner zeigte sich für mehrere Varianten offen. „Mir wäre es wichtig, all unsere Möglichkeiten zu prüfen“, sagte er. Das heißt: Die Standortfrage und die Größe der neuen Sporthalle sind nach dem einstimmig gefassten Grundsatzbeschluss des Stadtrats offen. Peter Herrmann

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