Neubauprojekt mit Baumschutz

200 Jahre alte Linde an der Buchberger Straße bleibt erhalten

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Wird geschützt: die Linde neben dem Stallgebäude an der Buchberger Straße.

Gelting – Im Mai bewilligte der Bau- und Umweltausschuss einem Bauantrag der in Nürnberg ansässigen Lama Wohnbau GmbH, die an der Buchberger Straße drei Mehrfamilienhäuser errichten will. Nicht eingezeichnet im Plan war jedoch eine alte Linde, mit deren Schutz sich der Bauausschuss in seiner Julisitzung beschäftigte.

Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Monate beschäftigte sich der Bau- und Umweltausschuss mit dem Bauantrag der Lama Wohnbau GmbH. Wie im März berichtet, bewilligte das Gremium zwar im Mai die Errichtung von drei Mehrfamilienhäusern an der Buchberger Straße 21, 21 a und 23. Dagegen stimmten damals jedoch der Geltinger Landwirt Franz Wirtensohn (CSU) und Umweltreferent (Volker Witte). Beide befürchteten, dass eine am Rande stehende alte Linde im Zuge der Baumaßnahmen gefällt werden muss.

Doch nun gab Raimund Stumpfhauser vom Bauamt Entwarnung. „Der Baum kann trotz des Neubaus erhalten werden“, erklärte er jüngst im Bauausschuss. Stumpfhauser berichtete von einer am 2. Juli erfolgten Begehung mit einer Gutachterin. Ihre Einschätzung: Wenn die benachbarte Baugrube mit Spundwänden gesichert wird, kann das Wurzelwerk der etwa 200 Jahre alte Linde geschützt werden.

Zudem müsse der Baum im Bereich des noch bestehenden Stallgebäudes zugeschnitten und später besonders gepflegt werden. „Der Bauträger muss seine Ausgrabungen dokumentieren“, so Stumpfhauser. Schon im März musste die Lama Wohnbau GmbH ihre Pläne ändern und verlegte auf Empfehlung des Bauausschusses drei oberirdische Stellplätze in die Tiefgarage.

Umweltreferent: „Ich hätte mich sonst an den Baum gekettet“

Wirtensohn und Volker Witte zeigten sich nun über die erneute Nachbesserung in Sachen Baumschutz erleichtert. „Ich bin richtig froh, dass das so geklappt hat“, atmete Wirtensohn auf. „Andernfalls hätte ich mich mit Volker Witte an den Baum gekettet“, scherzte er. Und der Umweltreferent erinnerte an die Notwendigkeit einer Baumschutzverordnung: „Dadurch konnten in den letzten Jahren schon viele Fällungen verhindert werden“, erklärte Witte. Peter Herrmann

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