Neubauprojekt in Warteschleife

Errichtung von drei Mehrfamilienhäusern in Gelting verzögert sich

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Die Gebäude an der Buchberger Straße sollen durch moderne Mehrfamilienhäuser ersetzt werden – dagegen regt sich Widerstand.

Geretsried/Gelting – In seiner jüngsten Sitzung verweigerte der Bau- und Umweltausschuss einem Bauantrag der in Nürnberg ansässigen Lama Wohnbau GmbH vorerst seine Zustimmung. Damit verzögert sich die geplante Errichtung von drei Mehrfamilienhäusern. Der Antragsteller muss nun nachbessern.

Das Vorhaben, an der Buchberger Straße 21, 21 a und 23 drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 20 Wohneinheiten und eine Tiefgarage mit 23 Stellplätzen zu errichten, wurde aufgrund einer zu engen Bebauung sowie einer ungünstigen Lage der oberirdischen Stellplätze zurückgestellt.

Bauamtsleiter Rainer Goldstein zeigte anhand einer Planskizze auf, dass das Bauvorhaben an der gegenüberliegenden Straßenseite eines Kinderspielplatzes liegt. Hinter zwei neuen vorgelagerten Mehrfamilienhäusern mit jeweils sechs Wohneinheiten soll ein weiteres Gebäude mit acht Wohnungen entstehen. Zudem sind eine Tiefgarage mit 23 Stellplätzen sowie sieben oberirdische Parkplätze geplant. Dass Letztere vor den Mehrfamilienhäusern am Straßenrand liegen, missfiel dem Gremium. „Könnten wir diese Stellplätze nicht nach hinten verlegen“, beantragte Franz Wirtensohn. Der Geltinger CSU-Stadtrat regte an, das hintere Mehrfamilienhaus kleiner zu gestalten und dessen Wohneinheiten von acht auf sechs zu reduzieren. Bürgermeister Michael Müller (CSU), Stadtbaurat Rainer Goldstein und die übrigen Gremiumsmitglieder einigten sich darauf, noch mal das Gespräch mit der Lama Wohnbau GmbH zu suchen und um eine Reduzierung der vorderen oberirdischen Stellplätze zu bitten. Ist dies geschehen, soll sich der Entwicklungs- und Planungsausschuss mit den geänderten Plänen auseinandersetzen.

Darüber hinaus regt sich auch Widerstand von unmittelbar Betroffenen. Ein Mieter des noch stehenden Altbaus an der Buchberger Straße 21 will seinen Namen zwar nicht in der Zeitung lesen, kündigte aber juristische Schritte an. „Ich lasse mich nicht vertreiben, weil man mir in einer Klausel meines Mietvertrags ein lebenslanges Bleiberecht gewährt hat“, stellte der Rentner klar. Die zukünftige Entwicklung von Gelting betrachtet der alteingesessene Bürger mit Sorge. „Der dörfliche Charakter geht durch solche Bauprojekte immer mehr verloren“, befürchtet er. Peter Herrmann

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