Neue Fernwärmeanschlüsse

Liegenschaften an der Jahnstraße gehen im Spätsommer ans Netz

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Hofft, dass die Fernwärmeanschlüsse im Sommer vollzogen werden können: Energiemanagerin Roswitha Foißner.

Geretsried – In seiner jüngsten Sitzung vergab der Bau- und Umweltausschuss die letzten Aufträge, um das Mehrzweckgebäude Isarau, das Schützenheim und das Eisstadion an das Fernwärmenetz der Stadt anzuschließen.

Die Vergabe der Arbeiten für den Heizungsbau und die Elektrik waren eigentlich schon im Vorjahr vorgesehen. Da damals keine Angebote eingingen, konnte die städtische Energiemanagerin Roswitha Foißner erst jetzt positive Nachrichten vermelden.

Vor der Vergabe wies sie kurz darauf hin, dass die Heizkessel im Mehrzweckgebäude Isarau und im Schützenheim bereits über 30 Jahre alt sind. „Einer der beiden Kessel im Mehrzweckgebäude ist defekt, sodass derzeit keine Ausfallsicherheit mehr besteht. Die Reparatur würde den Austausch der Brenneinheit erfordern“, erklärte Foißner. Sie erinnerte zudem daran, dass das Eisstadion an der Jahnstraße bisher vom alten Hallenbad mit Fernwärme aus den dortigen Gas-Heizkesseln versorgt wird. „Mit der Stilllegung des alten Hallenbads im Sommer 2020 entfällt diese Möglichkeit“, sagte Foißner.

Wie in unserer Zeitung berichtet, erstellte das mit der Fachplanung beauftragte Ingenieurbüro Sendl deshalb ein Konzept für den Zusammenschluss der Fernwärmeleitung, den Aufbau der notwendigen Netzpumpen und Druckhaltung für den Netzbetrieb in der Stadtbücherei sowie für den Austausch der Heizkessel und den Einbau der Wärmeübergabestationen. Dabei wurde im Zuge der Grundlagenermittlung im Mehrzweckgebäude Isarau festgestellt, dass der Warmwasserspeicher sowie die Verteilung und Steuerung veraltet sind und zeitnah erneuert werden sollten. Im November 2019 vergab der Bau- und Umweltausschuss dann zunächst die Gewerke „Netzsanierung Tiefbau“ und „Netzsanierung Rohrbau“. Für die noch ausstehenden Heizungsbau- und Elektroarbeiten gab die Firma Höger GmbH & Co. KG aus Egling das günstigste Angebot ab. Es liegt bei 156.401,70 Euro.

Mit Ausnahme von Arthur Wolfseher (SPD) stimmten alle Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses der Vergabe zu. Insgesamt sind für die Maßnahme „Anschluss Fernwärmezentrale“ im Haushaltsjahr 329.000 Euro eingestellt. Für die Sanierung der Heizzentrale im Mehrzweckgebäude Isarau sind 100.000 Euro im Bauunterhalt eingeplant. Nach der Vergabe aller Arbeiten, die in diesem Sommer durchgeführt werden sollen, liegen die Gesamtkosten nun bei 363.684,53 Euro. Das entspricht einer Steigerung von 13,4 Prozent gegenüber der Kostenschätzung.

Peter Herrmann

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