Flottentausch ab Mitte Juni

Was die neuen BOB-Züge fürs Oberland alles können

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Mit neuen Zügen des Models „Lint“ will die Bayerische Oberlandbahn ab Mitte Juni in die Zukunft starten.

Landkreis – Pendler, Ausflügler, Urlauber, Einheimische – alle dürfen sich auf neue Züge im Oberland freuen. Am 14. Juni findet in der gesamten Europäischen Union der sogenannte kleine Fahrplanwechsel statt. Dann rollen auch die neuen Fahrzeuge des Typs „Coradia Lint 54“ auf den Gleisen zwischen München und Tegernsee, Lenggries sowie Bayrischzell.

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) nutzt den Termin für etliche Verbesserungen im Bahnland Bayern. Die BEG plant, finanziert und kontrolliert den Schienenpersonennahverkehr im Auftrag des Freistaats. Eine ihrer Kernaufgaben ist das Erstellen der Fahrpläne für alle Regional- und S-Bahn-Linien in Bayern.

Auf den Strecken zwischen München und Lenggries, Tegernsee sowie Bayrischzell (Kreis Miesbach) kommt eine komplett neue Fahrzeugflotte zum Einsatz (wir berichteten). Die bereits in die Jahre gekommenen Fahrzeuge der Typen „Talent“ und „Integral“ werden schrittweise gegen 25 fabrikneue Fahrzeuge des Typs „LINT 54“ ausgetauscht.

Wie die BEG berichtet, werden ab 14. Juni werden in einem ersten Schritt zunächst die Fahrzeuge des Typs Talent ersetzt. Im zweiten Schritt – voraussichtlich Ende Juli 2020 – folgt im dritten Quartal 2020 der Austausch der Fahrzeuge des Typs Integral. Zum großen Fahrplanwechsel im Dezember 2020 kommen sechs weitere Neufahrzeuge hinzu.

Nach dem Austausch sämtlicher Fahrzeuge verfügt die Bayerische Oberlandbahn GmbH, die künftig mit der einheitlichen Marke BRB unterwegs ist, über eine einheitliche Flotte. Im Unterschied zu heute lassen sich die 31 identischen Fahrzeuge dann beliebig miteinander kuppeln, erklärt die BEG weiter. Dadurch steige die Einsatzflexibilität der gesamten Flotte. Außerdem werden Kapazitätsverbesserungen und zusätzliche Verbindungen ab Dezember 2020 möglich sein.

Neue Züge fahren im Halbstundentakt

Deutlich mehr Kapazitäten kündigte BEG-Geschäftsführerin Bärbel Fuchs auch für die Wochenenden und Feiertage an. Richtung Lenggries werden nahezu ganztags Zwischenzüge verkehren und praktisch einen 30-Minuten-Takt gewährleisten. In Richtung Tegernsee fahren die Züge des Stundentakts in Doppeltraktion. Außerdem werden ebenfalls nahezu ganztags Zwischenzüge eingesetzt.

Weitere Vorteile der BRB-Züge: Sie sollen weniger störanfällig und wartungsintensiv sein, außerdem deutlich leiser und weniger Stickoxid ausstoßend. Attraktiven Fahrkomfort verspricht BOB-Geschäftsführer Fabian Amini. Moderne Fahrgastinformationssysteme, Gratis-WLAN, Steckdosen in jeder Sitzgruppe und leistungsstarke Klimaanlagen sollen angenehmes Reisen gewährleisten. Die Fahrradstellplatzkapazität steigt ebenfalls, so Amini. Auch Rollstuhlfahrer konkurrieren nicht mehr mit Radfahrern. Es stehen separate Plätze zur Verfügung. ft/dwe

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