Nach Abstimmung mit Regierung: XO-Studio legt neuen Planvorschlag vor

Der neue Neue Platz

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Zwei Stichstraßen und mehr Platz zum Verweilen, so soll er aussehen, der neue Neue Platz.

Geretsried – Der Bürgerwille sollte bei der Sanierung des Neuen Platzes unbedingt zum Tragen kommen. Doch ausgerechnet der zentrale Wunsch der Anlieger, weiter den Platz be- und umfahren zu können, wird nicht berücksichtigt.

Die Regierung von Oberbayern setzte sich in diesem Punkt mit ihren Vorstellungen durch. Kann sie auch, schließlich stellt sie die Fördermittel zur Verfügung. Bereits im Herbst hatte Christian Lotz, der als Quartiersmanager das Städtebauförderungsprojekt „Soziale Stadt“ für Geretsried mit betreut, auf die differierenden Vorstellungen zwischen Bürgern und der Regierung verwiesen. Und er wollte in München noch einmal vorfühlen, um zu sehen, ob die Ideen der Bürger hinsichtlich der Verkehrsführung nicht doch noch umgesetzt werden können. Doch das Unterfangen scheiterte wohl, wie jetzt im Entwicklungsausschuss klar wurde. Die Architekten Martin Hilbert und Barbara Baumann (XO-Studio) präsentierten dem Gremium den nun erarbeiteten Kompromiss, der auch Grundlage für den nächsten Bürgerworkshop im Januar sein soll. Der Platz zwischen Ladenzeile und Pavillons ist nicht mehr für Autos befahrbar. Sieht man von einer Möglichkeit für Lieferverkehr ab, bleiben von den bisherigen Straßenführungen in U-Form nur mehr zwei Stichstraßen übrig – die Fläche hinterhalb der Pavillons wird verlängert. Dort soll eine Verweilfläche gestaltet werden, mit Spielgeräten und einem Brunnen. „Hier soll Aufenthaltsqualität für alle Generationen entstehen“, so Hilbert. Auch der Wochenmarkt soll erhalten bleiben und bekommt seinen Platz neben den Pavillons. Statt der bisherigen 123 Parkplätze werden es nach Sanierung noch 112 sein. Diese sind senkrecht angeordnet. Hilbert schlug vor, tagsüber Kurzzeitparkzonen auszuweisen. Abends könnten dann die Anwohner die Parkplätze nutzen. Baumann ergänzte, dass das „Grün“ vor den Häusern erhalten wird, „als Kontrast zu der Pflasterfläche“. Grundsätzlich sei es Ziel, so viele Bäume als möglich zu erhalten. Jurist Andreas Porer vom Bauamt ergänzte, dass Umbauten an den Pavillons möglicherweise von der Regierung bezuschusst werden, wenn sie auf Barrierefreiheit abzielen. Nun solle geprüft werden, ob die Toilette unter den Pavillons durch eine ebenerdige ersetzt werden kann.

Ralf Fastner

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