Boule-Bahnen statt Grüner Markt

Neuer Platz soll durch Spielflächen aufgewertet werden

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Der Neue Platz soll nicht nur Kinder sondern auch Boule-Spieler anlocken.

Geretsried – Dort wo einst der „Grüne Markt“ Besucher an den Neuen Platz lockte, sollen zwei Boule-Bahnen entstehen. Stadtbaurat Rainer Goldstein stellte die Idee jüngst dem Bau- und Umweltausschuss vor.

Schon im vorigen Jahr hatten einige Bürger den Sportreferenten Wolfgang Werner (SPD) gebeten, sich für den Bau von Boule-Bahnen einzusetzen. Nach einer Ortsbesichtigung mit Bürgermeister Michael Müller wurde nun am Neuen Platz ein geeigneter Platz gefunden. Demnach sollen auf der jetzigen Kiesfläche neben den Pavillons zwei Boule-Bahnen mit jeweils 15 Metern Länge und vier Meter Breite entstehen. Die Idee eines Planers davor ein Hochbeet anzulegen, lehnte Goldstein ab. „Es würde viel Pflege erfordern und könnte zudem zu Vandalismus führen“, befürchtet der Stadtbaurat. Als Alternative schlug er einen Sitzstein vor. Zudem könnten neben den Boule-Bahnen drei Bäume für Schatten sorgen. Bürgermeister Michael Müller betonte ausdrücklich, dass der Grüne Markt an dieser Stelle keine Zukunft mehr habe. „Der Standort ist nicht umsatztauglich genug, die Fieranten wollen ins Zentrum“, erklärte er. Nicht angetastet werden soll das bestehende Schachfeld und die steinernen Statuen des Künstlers Srb Schlossbauer. „Nur die Kiesfläche müsste in Richtung Straße erweitert werden“, ergänzte Goldstein. In der anschließenden Debatte begrüßten fast alle Mitglieder des Bauausschusses die Pläne. „Das wertet den Neuen Platz auf“, glaubt Dr. Sabine Gus-Mayer (CSU). Volker Witte (Bündnis 90/Grüne) sieht das genauso. „Grundsätzlich halte ich die Idee für sehr gut, wenn es nicht allzu hohe Kosten mit sich bringt“, sagte er. Letztlich stimmte nur Arthur Wolfseher (SPD) gegen die Boule-Bahnen. Er forderte dazu auf, sich über die eventuell entstehende Lärmkulisse Gedanken zu machen. Vera Kraus (Freie Wähler) stimmte zwar für die Umsetzung der Idee, gab aber zu bedenken, dass die Umrandungen bei Schneeräumarbeiten im Winter hinderlich sein könnten. Die Stadtverwaltung hat nun die Aufgabe, die Ausschreibung für die Boule-Bahnen vorzubereiten und durchzuführen. Mit dem Umbau könnte dann schon Ende des Jahres begonnen werden. Zeitgleich soll dann auch die benachbarte Bushaltestelle barrierefrei umgestaltet werden.Peter Herrmann

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