Neues Pächterduo fürs RathauscaféRita Schmid und Barbara Schramm-Kastl wollen im September eröffnen

Rita Schmid und Barbara Schramm-Kastl wollen im September eröffnen

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Freuen sich auf die Eröffnung des Rathauscafés (v. l.): Stadtmanager Dr. Stefan Werner, Konditormeisterin Barbara Schramm-Kastl, Bürgermeister Klaus Heilinglechner sowie Rita Schmid, Katrin Thalhammer und Hedi Schmid vom Kaffee-Ratscherl.

Wolfratshausen – Im Mai 2019 musste das Rathauscafé schließen. Nach einer Räumungsklage und einem Wettbewerb mit drei Interessenten stehen die neuen Betreiber jetzt fest. Der Stadtrat vergab den Gastronomiebetrieb in nicht-öffentlicher Sitzung an Rita Schmid und Barbara Schramm-Kastl.

Bei einem Pressegespräch im Rathaus zeigte sich Bürgermeister Klaus Heilinglechner erleichtert. „Das war für die neuen Betreiber ein heißer Ritt“, räumte er ein. Denn das Vorlegen eines umfassenden Businessplans sowie einer Finanzierungsgrundlage stellten für Rita Schmid und Barbara Schramm-Kastl große Herausforderungen dar. „Wir waren uns im ersten Moment nicht sicher, ob wir es wagen sollen“, gestand Schramm-Kastl. Die 53-jährige Konditormeisterin betreibt die Busserl-Manufaktur in Pöcking, die auch im Kaffee-Ratscherl an der Königsdorfer Straße selbstgemachte Pralinen anbietet. 

Die Nachfrage ist so groß, dass sie sich nun zu einer größeren Verkaufsplattform entschlossen hat. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die Mittagsgerichte und Kuchenspezialitäten im Kaffee-Ratscherl. Der kleine Betrieb umfasst jedoch nur 25 Plätze und eine vier Quadratmeter kleine Küche. Zu wenig für die Hauswirtschaftsmeisterin Rita Schmid und ihr Mitarbeiterteam. Im Rathauscafé, für dessen Sanierung die Stadt 400.000 Euro in den diesjährigen Haushalt gestellt hat, stehen ihnen 65 Plätze im Innenbereich und voraussichtlich 30 bis 35 Plätze auf der Freischankfläche im Rathausinnenhof zur Verfügung.

Während Rita Schmid in der Küche kocht, wird Barbara Schramm-Kastl in der Backstube im Keller, Torten, Kuchen und Pralinen zubereiten. Die Einrichtung soll an ein gemütliches Wohnzimmer mit Sitzecken erinnern. Freie Sicht zur Kuchentheke und vielleicht auch in die Küche ist gewünscht. „Wir nehmen die Gemütlichkeit, die Herzlichkeit und auch die Gäste aus dem Kaffee-Ratscherl mit“, verspricht Schmid. Bereits vor der Übernahme gingen Bewerbungen von Servicekräften bei ihr ein. Schmid plant auch, Helferinnen aus den Oberland Werkstätten zu beschäftigen. „Mit denen haben wir immer sehr gute Erfahrungen gemacht“, betonte sie. Bei der Auswahl der Mittagsgerichte legt Schmid Wert auf die Zubereitung von frischen und regionalen Produkten. „Klein, fein und schnell soll es gehen“, beschrieb sie ihr Motto. Schließlich gehören auch viele Berufstätige, die in der Mittagspause ihren Hunger stillen wollen, zu ihren Stammkunden. „Wir machen die Portionen nicht zu groß, damit wir nichts wegwerfen müssen. Wer will, kann sich noch einen kostenlosen Nachschlag bestellen“, berichtete sie.

 Schmid und Schramm-Kastl hoffen nun, dass sie das Rathauscafé spätestens zum Wirtefest am 12. September eröffnen können. „Es haben schon Musiker angefragt, ob sie bei uns auftreten können“, verriet Schmid. Die Öffnungszeiten werden voraussichtlich zwischen 8 und 18 Uhr liegen, der Montag ist als Ruhetag eingeplant. Der Mietvertrag für das Kaffee-Ratscherl, das noch einige Monate weiter betrieben werden soll, läuft im Sommer aus. Spätestens dann sollen die Energien für den bevorstehenden Umzug gebündelt werden.Peter Herrmann

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